Sehr sehenswert:

„Blow Up“, von Michelangelo Antonioni, ist die Geschichte einer Faszination, einer sehr spezifischen Faszination. Ihr Objekt sind Photographien, der ihr erliegt, ist ein Photograph. Antonioni hat abgestoßen, was seinen letzten Filmen an Manien und Symbolik noch anhaftete – kein anderer Film von ihm war so frei von Larmoyanz, so hell und durchsichtig, so unaffektiert und schön.

„Der Krieg ist vorbei“, von Alain Resnais. Weniger ein engagierter Film als ein Film über Engagement, über den Exilspanier Diego, der in Sachen Revolution reist und dem dabei Zweifel am Sinn seiner Untergrundarbeit kommen.

„Mahlzeiten“, von Edgar Reitz. Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind zuviel.

„Marat/Sade“, von Peter Brook, dem mehr gelungen ist als die bloße filmische Reproduktion seiner Londoner Inszenierung des Stückes von Peter Weiss: die Kamera wird zum Akteur, das Theater zum Kino.

Sehenswert:

„Die Abenteurer“, von Robert Enrico. Ein Abenteuerfilm, wenn man so will, aber ein abenteuerlich zusammengesetzter, in der Mitte wird der Schatz gehoben und das Mädchen erschossen, und der Anfang stammt aus einem anderen Film, einem Film über die Vorstellungen vom Abenteuer in einer Zeit, in der schon Mini-Abenteuer mehr gefährdet als gefährlich sind – nämlich meist nicht klappen. Mit Alain Delon, Lino Ventura und Joanna Shimkus, die sehr hübsch ist.