Das ägyptische Oberkommando hat im Jemen zum zweitenmal in diesem Jahr Giftgas eingesetzt. Die Royalisten meldeten Mitte Mai, ägyptische Flugzeuge hätten die Talstellung Wadi Hirran und die Ortschaft Beit Marran mit Gasbomben belegt. Beide Punkte sind strategisch wichtig. Hier scheiterten in den ersten vier Jahren des Jemen-Krieges alle Vorstöße der Ägypter in das von den Kriegern des Imams beherrschte Hochland.

Erste Gasangriffe der Ägypter auf die Ortschaft Kutaf waren im Januar bekanntgeworden. Damals hatten Ärzte des „Internationalen Komitees des Roten Kreuzes“ (IKRK) fluchtartig den Nordjemen verlassen. Eine Untersuchung der Vorfälle durch die Vereinten Nationen hatte Ägypten durch ein Vera verhindert. Auch diesmal legt Naiser einer internationalen Untersuchung der Gasengriffe Hindernisse in den Weg Nach übereinstimmenden Berichten aus Dschidda und Genf sind Fahrzeuge das IKRK von der äyptischen Luftwaffe bomberdiert worden. Ein Mitglied der Rot-Kreuze-Delgation wurde gerötet. Die anderen mußten ihre Reise zu Fuß fortsetzen.

Die ägyptische Luftwaffe hat in jung ster Zeit auch ihre Angriffe gegen saudiarabische Grenzoasen wieder aufgenommen, amgeblich, um Nachschubzentren und Ausbildungslager der Royalisten zu treffen. Nach anderer Version waren jedoch dieneu installierten Rampen für Luftabwehrraketen das Bumbenziel.