Wer verkauft hat, glaubt sich an der Nase herumgeführt. 1966 hatte die Phrix-Werke AG, Hamburg, sehr frühzeitig angekündigt, daß mit keiner Dividende zu rechnen sei. Daraufhin sauste der Kurs der Aktie steil nach unten. Es fand sich aber schnell jemand, der zu den niedrigen Kursen bereitwillig jede Aktie aufnahm. Die Paketbildung wurde für ihn billig.

Im Januar 1967 machte dann die BASF den noch verbliebenen Aktionären das Angebot, nominell 100-Mark-Phrix-Aktien gegen eine 50-Mark-Aktie der BASF zuzüglich einer Barvergütung von 10 Mark zu tauschen. Die Kurse stiegen zur Freude der verbliebenen Aktionäre ebenso rasch, wie sie vorher gefallen waren.

Auf die Frage, ob er von dem BASF-Angebot schon gewußt habe, als er die Dividendensenkung im vergangenen Jahr bekanntgab, antwortete Phrix-Vorstandsvorsitzender Michael Zahn mit einem klaren Nein. MW