Freiheit gewinnt erst Wert, sie wird erst rangverleihend, wenn sie der Unfreiheit abgewonnen wird, wenn sie Befreiung ist. Thomas Mann

Biennale in San Marino

Die diesjährige internationale Kunst-Biennale in der Republik San Marino, die vom 10. Juli bis zum 30. September stattfindet, steht unter dem Thema „Neue Techniken des Bildens“. Sie ist in fünf Sektionen unterteilt: „Fotografisches und gedrucktes Bild“, „Technologie“ (Licht, Bewegung, Programmation), „Objekthafte Abstraktion“, „Durchsichtiges Material“, „Strukturen im Raum“, „Environment“; dazu kommt eine Abteilung „Filme von Künstlern“.

In Einzelausstellungen wird gesondert das Werk von Dorazio, Lichtenstein, Vasarely und in einer eigenen Sektion „Italienisches Industrial Design“ vorgeführt. Zu der Biennale wurden folgende deutsche Künstler eingeladen: Hannes Grosse, Ed Kiener, Eduard Micus, Uli Pohl, Gerhard Richter, Werner Schreib, Ed Sommer, Günther Uecker, Waki Zöllner, je einen Raum für ein „Environment“ erhielten Bernhard Höke und das Team E. G. Baumerwerd, H. B. Frisch, Harry Kramer; Gernot Bubenik; Jürgen Claus. Mit Filmen wurden Harry Kramer und Gerd Winkler eingeladen.

Architekt auf mehreren Kontinenten

Erich Leyser, der seit seiner Rückkehr aus Brasilien (1950) in Hamburg lebende Königsberger, hat anläßlich seines 80. Geburtstags am 25. Mai zwei Hamburger Preise gestiftet: einen Bühnenbildnerpreis (zum zweitenmal) und einen Kunstkritikerpreis. Leyser baute 28 Jahre in Berlin, wo, er auch Chefredakteur der „Bauwelt“ (Ullstein) war. Er war Architekt in vielen europäischen und süd- und nordamerikanischen Ländern. Er war Gründer des Normenausschusses und Mitglied des Enquete-Ausschusses des Reichswirtschaftsrates. Leyser, der sich in den letzten Jahren mit städtebaulichen und wohnungspolitischen Problemen befaßte, bringt im Herbst ein Erinnerungsbuch unter dem Titel „Ein Architekt bummelt durch die Welt“ heraus.