In Israel wird in diesen Tagen wieder die Geschichte beschworen – die Geschichte der Juden im Land der Bibel. Eine historische Erinnerung vor allen anderen ist wieder wachgeworden: die an Masada.

Im Jahre 73 nach Christi Geburt setzte der römische Feldherr Flavius Silva mit seinen 9000 Legionären zum Sturmangriff auf die Bergfeste am Toten Meer an. Dort hatten sich, unter Führung von Eleazar ben Ya’ ir, rund 900 jüdische Aufständische verschanzt. Als Eleazar erkannte, daß Widerstand zwecklos war, rief er seinen Getreuen zu: "Ohne daß sie geschändet werden, sollen unsere Frauen sterben, ohne das Los der Knechtschaft gekostet zu haben, unsere Kinder! Und nach ihrem Ende wollen wir selbst einander den Liebesdienst des Todes tun, wobei uns die Bewährung der Freiheit das schönste Denkmal sein wird." Und so geschah es.