Das amerikanische Wirtschaftministerium mußte bestätigen, was Geschäftsleute schon seit Monaten beklagen: Die amtlichen Berechnungen über die konjunkturelle Entwicklung 1967 stimmen nicht. Das erste Vierteljahr brachte entgegen den Voraussagen einen spürbaren konjunkturellen Rückgang – den ersten seit sechs Jahren.

Schuld ist der amerikanische Verbraucher. Die Konsumausgaben in den ersten drei Monaten stiegen nicht – wie erwartet – um acht Milliarden, sondern um weniger als die Hälfte. Einen geringen Ausgleich brachten die überplanmäßigen Steigerungen der Verteidigungsausgaben um 900 Millionen auf 69,7 Milliarden und der Wohnungsbauausgaben um 200 Millionen auf 22,1 Milliarden Dollar.

Dennoch blieben die Unternehmergewinne vor Steuern im ersten Vierteljahr mit 77,3 Milliarden um genau fünf Milliarden Dollar hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert zurück. Damit fielen auch die Nettogewinne um rund 7 Prozent. Da die Dividenden nicht gesenkt, eher noch erhöht wurden, sanken die einbehaltenen Gewinne auf den tiefsten Stand seit Jahren.

Von den Umsatzrückgängen wurden am stärksten die Hersteller dauerhafter Konsumgüter (insbesondere die Automobilindustrie) sowie Handels- und Verkehrsunternehmen getroffen. rod.