Sehr sehenswert:

„Masculin – Féminin“, Jean-Luc Godards Film über die Kinder von Karl Marx und Coca-Cola.

„Blow up“, Michelangelo Antonionis zweiter Farbfilm – kein anderer Film von ihm war so frei von Larmoyanz, so hell und durchsichtig, so unaffektiert und elegant wie dieser, der im Exil entstand, in London, dessen Swing hier nicht abgefilmt, sondern gefilmt ist.

„Der Krieg ist vorbei“, Alain Resnais’ Reflexionen über den Sinn des revolutionären Engagements: die Geschichte des Exilspaniers Diego, der gegen Franco zwischen Paris und Madrid reist und dem dabei Zweifel an seiner Arbeit kommen.

„Marat/Sade“, Peter Brooks Verfilmung seiner Londoner Inszenierung des Stückes von Peter Weiss ist besseres Kino als alle originalen Kinofilme, die der Theatermann Brook zuvor inszeniert hat.

„Mahlzeiten“, Edgar Reitz’ Bericht über das Scheitern einer Ehe: Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind zuviel.

„Fahrenheit 451“, François Truffauts sciencefiction-Film über science-fiction: über das Wesen gewisser zivilisatorischer Zwangsvorstellungen, zum Beispiel über die fixe Idee Bradburys, wie die Kultur in einem totalitären Zukunftsstaat gerettet werden könnte.