In den Auftragsbüchern des Duisburger Maschinenbaukonzerns hat sich die konjunkturelle Abschwächung deutlich niedergeschlagen. Während sich die abgerechneten Lieferungen der Demag AG 1966 noch in etwa auf der Höhe des Vorjahres hielten, waren die neu hereinkommenden Aufträge erheblich spärlicher als 1965. Allein die Inlandsaufträge lagen um 27 Prozent unter dem Vorjahresniveau; das wurde zum Teil durch höhere Exportaufträge ausgeglichen. An dem zum Ende des Berichtsjahres um insgesamt 16 Prozent verringerten Auftragspolster des Unternehmens erhöhte sich demzufolge der Exportanteil von 56 auf 67 Prozent. Aber auch hier heißt es, daß die Stärkung und Erhaltung von Marktpositionen im internationalen Wettbewerb mit „empfindlichen Zugeständnissen“ bei Preisen, Lieferbedingungen und Finanzierung verbunden ist.

So ist auch die Ertragslage des Duisburger Unternehmens im vergangenen Jahre deutlich ungünstiger, aber noch keineswegs schlecht geworden. Die zum fünften Mal unverändert auf 14 Prozent festgesetzte Dividende ist dafür indessen kein Indiz. Die in der konsolidierten Rechnung mit 30,5 nach 35,1 Millionen Mark ausgewiesenen Ertrag- und Vermögensteuern weisen darauf hin, daß die Demag wieder erheblich mehr verdient hat, als sie für die Dividende aufwenden muß.

Allein die Gewinnzuweisungen aus dem Konzernbereich hätten diesmal ausgereicht, die Dividende zu bestreiten. nmn