Auch der EWG-Ministerrat glaubt, daß zur schnellen Überwindung der Konjunkturflaute investitionsanregende Maßnahmen am besten geeignet sind. Er empfiehlt daher, neben weiteren staatlichen Investitionsausgaben, beim Übergang zur Mehrwertsteuer zum Jahresende die Altvorräte steuerlich voll zu entlasten. Ein solcher Schritt würde in der Tat die Investitionen der privaten Unternehmer kräftig anregen.

In vielen Fällen sind die Vorratslager bei der Industrie und beim Handel schon über das normale Maß abgebaut, eben in Erwartung des Systemwechsels bei der Umsatzsteuer. Je kleiner die Vorräte, desto geringer die steuerliche Belastung zum Jahresende – so muß heute jeder Unternehmer zwangsweise kalkulieren. Fällt diese Steuerlast weg, dürften schon jetzt zahlreiche Aufträge zum Auffüllen der Lagerbestände vergeben werden, die sonst frühestens im nächsten Jahr zu erwarten wären.

Regierung und Parlament sollten also zupacken, wenn auch zunächst ansehnliche Steuerausfälle zu erwarten sind. sm.