Karl Ravens (SPD–MdB) und Dr. Schulz vom Institut für Wirtschaftsforschung möchte Wirtschaftsminister Schiller in seiner Behörde mit freiwerdenden Posten betrauen. Ravens soll Ministerialdirektor, Schulz Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik werden. Damit will Schiller erstmals Parteigenossen mit Ämtern betrauen.

Ludwig Erhard, ehemaliger Bundeskanzler und Wirtschaftsminister, läßt sich aus Steuermitteln sein Sekretariat bezahlen. Für einen persönlichen Referenten, eine Sekretärin, einen Fahrer und Büroräume sind in diesem Jahr 85 000 Mark erforderlich, davon 15 000 Mark für Reisekosten. Als ehemaliger Kanzler erhält Erhard monatlich rund 6500 Mark, als Abgeordneter weitere 3900 Mark.

Heinrich Nordhoff, 68, Generaldirektor der Volkswagenwerk AG, mußte einen längeren Kuraufenthalt antreten. Nach einem Kreislaufkollaps in Wien hatte er sich nach längerem Sträuben dem Rat der Ärzte gebeugt, der Hauptversammlung des Unternehmens fernzubleiben. So mußte sein designierter Nachfolger Kurt Lotz schon kurz nach seinem Eintritt (1. Juni) als Stellvertreter in die Bresche springen.