Es ist wieder soweit, im Sommer sind es in Deutschland die Rehe, in Schweden die Elche: Durch ihr unberechenbares Verhalten auf Überlandstraßen und Autobahnen werden sie zu Todesfallen für den Autofahrer. Während der Brunftzeit (Mitte Juli bis Mitte August) ist der Wildwechsel in Deutschland am stärksten. Autofahrer müssen damit rechnen, daß zu jeder Tageszeit „ein treibender Bock die Ricke vor sich her jagt, selbst über stark frequentierte Autobahnen – wenn es sein muß“ (Oberforstrat Frick, Pfronstetten). In Deutschland gibt es jährlich rund 300 000 Zusammenstöße mit Wild. Die Opfer: durchschnittlich 40 Menschen und allein 44 000 Rehe. In Schweden starben in einer Woche im Juni 14 Menschen bei Zusammenstößen mit Elchen.

Trotzdem, die Autofahrer sind sich einig: Wildwechselschilder – „stehen aus übertriebener Vorsicht der Forstämter und Straßenbaubehörden an jedem Waldrand“, sie sollen Ausländern zeigen, daß es „noch Rehe im deutschen Silberwald gibt“. Und in Schweden? Ein Verkehrsexperte äußerte: „Bisher haben wir mehr Erfolg damit gehabt, die Elche vor den Autofahrern zu warnen als umgekehrt.“ -of