Britische Untersuchungskommission zeigt das Rassenproblem ohne Illusionen

Von Robert Lucas

Er war nicht sepia-, nicht kaffeefarben, sondern von jenem eigenartigen Braun, das die Finger annehmen, wenn man grüne Walnüsse schält. Dunkles Pigment gehört heutzutage zum Londoner Stadtbild, und die Hautfarbe des Mannes fiel mir erst auf, als ich sein Englisch hörte.

„Woher kommen Sie?“ fragte ich.

Der Bus-Schaffner antwortete weder „Guyana“ noch „Bengalen“. Er sagte gleichgültig: „Liverpool“.

Den häßlichsten Dialekt der britischen Inseln – er sprach ihn. Was immer seine Hautfarbe sein mochte: sein verwaschener nasaler Tonfall entlarvte ihn als echten Liverpudlian. Auch seine Eltern waren in der großen grauen Stadt am Mersey geboren, erzählte er, einer seiner Großväter war Ire gewesen, der andere ein amerikanischer Neger, die beiden Großmütter waren aus Westindien gekommen, aus Jamaika und Grenada. „So you see, Sir...“ Gewiß, ich verstand: In den Slums des Hafenviertels, das sie Little Harlem nennen, war sein schmutziges Dunkelnußbraun gemischt worden.

Er war nach London gekommen, um einen Job zu suchen. Als Autobusschaffner? Er grinste: „Das hätte ich auch in Liverpool werden können.“ Nein, er hatte Besseres erwartet. Er hatte das Abitur hinter sich, drei Jahre an einer Technologischen Lehranstalt, Diplom mit Auszeichnung. Er war Elektroingenieur.