Der Krieg begann mit einem Handstreich: Flugzeuge unbekannter Herkunft setzten vorige Woche über dem Ost-Kongo Fallschirmjäger ab. Die Invasoren verbündeten sich in Kisangani, Bakuvu und Kindu mit meuternden Soldaten und weißen Söldnern der kongolesischen Nationalarmee zum Kampf gegen loyale Truppen.

Vor dem UN-Sicherheitsrat führte Kongo-Botschafter Idzumbuir bewegte Klage über eine „internationale Mafia“, die zum Sturz Staatspräsident Mobutus angetreten sei. Angeblicher Drahtzieher des Komplotts: Moise Tschombé, 1964/65 Premierminister des Kongo, seit seiner Entführung zu Beginn dieses Monats in algerischem Gewahrsam.

Unterdessen klärte Mobutu die Lage aus eigener Kraft: Bukavu und Kindu wurden freigekämpft. Nur in Kisangani hielten sich Mitte dieser Woche noch Reste der Rebellen – soweit sie nicht mit einer gestohlenen DC-3-Maschine der Air-Congo nach Rhodesien entflohen waren. Eine Aktion zur Rettung von Geiseln, die sich in den Händen der meuternden Söldner noch auf dem Flugplatz befinden, schlug fehl.