Die Aktionäre der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG, Hamburg, können sowohl mit ihren Papieren als auch mit „ihrer“ Gesellschaft zufrieden sein. Die Börsen-Baisse der Jahre 1965 und 1966 ist für sie heute nur noch eine Erinnerung. Seit dem 30. Juni 1966 ist der Kurs der HEW-Aktie von 172 Prozent auf 233 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind noch für zwei Geschäftsjahre die Dividenden (von zusammen 23 Prozent) vom Kurs abgegangen. Selbstverständlich hat die Gesellschaft diesen Kursaufschwung nicht aus „eigener Kraft“ geschafft, sondern ist im Strom der Hausse-Bewegung für Versorgungswertekräftig mitgeschwommen.

Doch das wäre unmöglich gewesen, wenn nicht die Abschlüsse des Unternehmens von Jahr zu Jahr besser aussehen würden. Das Jahr 1966 wird von der Verwaltung selbst als das günstigste seit dem Zusammenbruch bezeichnet. Der betriebswirtschaftliche Gewinn, so erklärte Vorstandsmitglied Dr. von Malaise ist 1966 von 14 auf 21 Mark je Aktie gestiegen. Diese beachtliche Steigerung ist dem Aktionär nur durch eine Ausschüttungszunahme von 1 auf 12 Prozent, oder genauer gesagt 11 plus 1 Prozent Bonus, zugute gekommen. Daneben wurden die Rücklagen kräftig gestärkt.

Das Geheimnis des Erfolges liegt einmal in dem erfreulich gestiegenen Stromverkauf. Daneben zahlten sich die Rationalisierungen der vergangenen Jahre aus, so daß die Betriebsaufwendungen trotz der merklich größeren Leistung absolut und relativ zurückgingen. Außerdem konnte sich die Gesellschaft in den Investitionen eine Atempause auferlegen, so daß die außerplanmäßige Tilgung der Fremdmittel forciert wurde. Die Entspannung wird voraussichtlich bis Ende 1968 anhalten, so daß die Aktionäre – wenn nicht Sondereinflüsse wirksam werden – auch weiterhin mit Dividenden gut bedient werden können. K. W.