Im Hauptbahnhof Oberhausen

BAB Köln–Düsseldorf–Oberhausen–Dortmund, Kilometerstein 480,5, Oberhausen, Im Hauptbahnhof.

Ich habe etwas gegen Bahnhofs-Gaststätten. Und das liegt an den Gaststätten und nicht an mir. Andererseits habe ich Verständnis: Bei eiliger und ständig wechselnder Kundschaft kann kaum ein gutes Essen gedeihen.

Ich kenne zwei Ausnahmen von dieser Regel (und gebe zu, daß es mehr geben kann): Meine alte Liebe „Henkel im Hauptbahnhof“ (in Kassel) und meine Neuentdeckung: Die „Hauptbahnhofs-Gaststätten“ von Oberhausen.

Vorn kann man essen. Hier ist eine verbesserte Erste-Klasse-Wartesaal-Atmosphäre, gut für den eiligen Reisenden und immerhin besser als die meisten Lokale dieser Art.

Hinten kann man speisen. Die Karte ist zwar dieselbe wie vorn. Aber es kommt die Umgebung dazu: Hinten ist Restaurant. Ich empfehle vor allem die kleinen Gerichte des Kochs: Toast „newbourg“ (Hummer, Geflügel, Spargel, Pilze mit Hennessy abgebrannt überbacken) 8,25 Mark; 4 Canapees „Feinschmeckerart“ (Räucheraal, echter Lachs, Langusten, Geflügelbrust) 5,75 Mark; Filetsteak mit Soße Bernaise (gegrillte Tomate, Sahnemeerrettich, Kopfsalat in Rahm, Pommes frites) 7,75 Mark.

Der Umweg: Abfahrt Oberhausen – von dort den Wegweisern nach (Richtung Stadtmitte bzw. Hauptbahnhof) – insgesamt 3,5 Kilometer.