Große Leute fehlen auch, und manche darunter so oft, daß man fast in die Versuchung gerät, sie für kleine zu halten.

G. Ch. Lichtenberg

Die ersten Empfehlungen des Bildungsrates

Nach dem ersten Probejahr legte der Bildungsrat jetzt seine ersten zwei Empfehlungen vor. Die eine davon betrifft den Lehrermangel in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern an den Gymnasien. Die Empfehlung basiert auf der Lehrer-Bedarfsfeststellung der Kultusministerkonferenz bis 1970. Um die Misere zu mildern, wird unter anderem vorgeschlagen, Lehrer aus anderen Berufen zu gewinnen, das Diplomexamen als wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt anzuerkennen, die Referendarzeit zu verkürzen und Lehrern, die nur für bestimmte Schularten ausgebildet sind, durch ein Ergänzungsstudium zusätzliche Lehrbefähigung zu ermöglichen. Ausdrücklich wird festgestellt, daß nur eine Strukturverbesserung den Lehrermangel beheben könnte. Die zweite Empfehlung befaßt sich mit der Sicherung der öffentlichen Ausgaben für Schulen bis 1970. Der Finanzausschuß der Bildungskommission, geleitet von Professor Friedrich Edding, errechnete eine voraussichtliche Steigerung der Schulausgaben von 8,1 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben im Jahre 1965 auf 10,5 Prozent im Jahre 1970. Die Empfehlung: mehr Geld. Woher es kommen soll, wird allerdings nicht gesagt.

Vivien Leigh

Am Abend des 9. Juli löschten die Londoner Westend-Theater um zehn Uhr für eine Stunde ihre Lichter aus zu Ehren von Vivien Leigh, die in der vorangegangenen Nacht in ihrer Londoner Wohnung im Alter von 53 Jahren gestorben war. Als Scarlett O’Hara in „Vom Winde verweht“ wurde sie weltberühmt, aber zur großen Schauspielerin wurde sie durch Laurence Olivier, mit dem und unter dessen Regie sie Leistungen erreichte, von denen die Londoner Theaterwelt heute noch spricht. Ihre zerbrechliche Schönheit, kombiniert mit einer sensiblen Intelligenz, machten sie zur Julia, Ophelia, Cleopatra, zur englischen Schauspielerin ihrer Zeit.

Studium in Konstanz