Mehr als 600 000 Menschen haben in der Bundesrepublik innerhalb eines Jahres ihre Arbeitsplätze verloren. Statt des üblichen saisonalen Anstiegs ist die Zahl der Beschäftigten in diesem März sogar noch weiter gesunken, und zwar um 62 000. Das war der zwölfte Monat eines anhaltenden und zuletzt sich immer mehr beschleunigenden Abbaus von Arbeitskräften in der westdeutschen Industrie. Am härtesten getroffen wurde das Baugewerbe; doch zeigt es sich, daß der Abbau von Arbeitskräften schärfer als andere Indizien die strukturellen Schwächen der Industrie aufzeigt. Bei einer leichten Besserung im Dienstleistungsbereich stagniert die Beschäftigtenzahl in der Industrie weiterhin.