Deutsches Industrieinstitut: Das Institut fordert Verzicht auf die Ergänzungsabgaben zur Einkommen- und Körperschaftsteuer. Befreiung der Investitionen von der Mehrwertsteuer. Befristete Abschaffung der Kfz-Steuer.

Deutscher Industrie- und Handelstag: Die Finanzplanung ist nicht Ausdruck eines geschlossenen Regierungsprogrammes. Steuerpolitische Maßnahmen zur Haushaltssicherung sind stärker zum Zuge gekommen als der gegenwärtigen Lage der Wirtschaft zuträglich ist.

Empfehlung der Wirtschaftswissenschaftler (13 Professoren): Die mittelfristige Finanzplanung ohne Rücksicht auf die Rezessionslage ist objektiv und psychologisch riskant. Ausgaben für die Infrastruktur müßten stark vermehrt werden. Begünstigung des Konsums und steuerliche Entlastung niedriger Einkommen wäre richtig.

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Bund der Steuerzahler: Steuererhöhungen verhindern die Belebung der Konjunktur. Einziger Ausweg bei der Ordnung der Finanzen: Kürzung der öffentlichen Ausgaben.

Gerstenmaier, Bundestagspräsident: Bedenken gegen die Investitionspläne der Regierung, die vornehmlich Nordrhein-Westfalen und das Saarland fördern. Die Kohleförderung ist zu hoch, Warnung vor weiterer Subventionierung von Kohle und Stahl.

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