Auf eine „Offensive ohne Anti-Akzent“ hat sich der konzernfreie Stahlhandel eingestellt, um nicht nur im Geschäft zu bleiben, sondern es möglichst auch zu machen. Rund sechzig Stahlgroßhändler gibt es – neben den werkgebundenen und den ganz großen der Branche – heute in der Bundesrepublik; sie repräsentieren einen Marktanteil von 30 Prozent.

Davon haben sich jetzt sechzehn freie Stahlhandelsfirmen – mit dem Segen der Hohen Behörde der Montanunion – in der Stahlring GmbH zu gemeinsamem Einkauf zusammengeschlossen, Sie wollen damit das erreichen, was einer allein nicht kann: nämlich durch eine Bündelung ihrer Bestellungen die Rabattsätze kassieren, die Walzstahlkontore bei größeren Abschlüssen gewähren. Das kann die Einkaufskosten im Schnitt um rund 5 Prozent senken.

Zwar haben – wie ausdrücklich betont wird – die Verkaufskontore der Produzenten nicht Pate gestanden bei der neuen Form der Kooperation im Stahlhandel; aber es ist nicht zu übersehen, daß auch für den Handel in diesem Markt für austauschbare Massengüter die Existenzsicherung nicht in der traditionellen Zersplitterung liegt. Der Stahlring hat ein Zeichen gesetzt. nmn