Während sich die Nahost-Debatte der UN-Vollversammlung in New York einem ruhmlosen Ende entgegenschleppte, konnten die Vereinten Nationen im Krisengebiet einen ersten Erfolg demonstrieren: Seit Montag dieser Woche wachen auf Geheiß des Weltsicherheitsrates UN-Beobachter an beiden Ufern des Suezkanals über die Waffenruhe zwischen Ägypten und Israel.

Unterdessen drehte sich das internationale Konferenzkarussell weiter:

  • In Budapest traten vorige Woche überraschend die Partei- und Regierungschef des Ostblocks – mit Ausnahme Rumäniens und Albaniens – zu einer Geheimkonferenz zusammen;
  • in Kairo trafen sichdie fünf arabischen Präsidenten Nasser Nasser (Ägypten), Boumedienne (Algerien), Aref (Irak), Atassi (Syrien) und El Ascharis (Su dan):
  • Boumedienneund Aref reisten anschließend nach Moskau zu Besprechungen mit der Kremlführung und kehrten den ich nach Kairo zurück.

In den Kommuniqués der drei Konferenzen war übereinstimmenddavon die Rede, daß der Friedein Nahost von der der Folgen der israelischen Aggression“ abhänge. Mitteder Woche war aberkaum mehr fraglich, daß die arabischen Stannten dieses Zieldurch diplomatische und wirtschaftliche Druckmittel, nicht aber durcheinen zweiten Waffengangerreichen wollen.

Selbst in Kairo scheint sich auf Betreiben Nassers und ElAscharis ein Kompromiß durchgesetzt zu haben: Von einem Krieg er; der arabischen Volksmassen“, ihn Boumedienne und und Aref gefordert hatten, war nicht mehr die Rede. Statt dessen sollen die Außenminister der 13 arabischen Staaten zusammentreten. Selbeteine „GroßeGipfelkonferenz“ alder arabischen Führer ist noch im Gespräch.