Ein morgendliches Informationsgespräch McNamaras mit einem seiner Stabschefs könnte sich etwa so anhören: „... nein, Westmoreland kann die zusätzlichen Truppen nicht bekommen, weil wir sie für die Nahostkrise brauchen. Nein, nicht um sie hinzuschicken. Nur damit die anderen wissen, daß wir sie überhaupt noch haben.

Was wir mit dem Kongo machen? Das übliche. Wir gewähren Militärhilfe. Welcher Seite? Natürlich der Zentralregierung – das heißt: solange sie die Zentralregierung ist und nicht inzwischen zur Rebellenregierung geworden ist... nein, nein – nicht wie in Nigeria; da haben wir in Kürze zwei Zentralregierungen ... ja, die bekommen vorerst beide etwas, dürfen das Zeug aber nicht gegeneinander verwenden, bestellen Sie denen das!

Bolivien Da mischen wir uns nicht ein. Das überlassen wir der CIA. Natürlich lasse ich Südkorea nicht aus den Augen. Nein, die Koreaner in Vietnam kann Westmoreland nicht entbehren. Der kann nur die südvietnamesische Armee entbehren ... ja, vielleicht sollten wir die nach Korea schicken, das wäre überhaupt eine Idee!

Hören Sie mir mit Aden auf! Die Briten haben sich einen famosen Moment ausgesucht, um uns die Trümmer ihres Weltreichs zu überlassen ... Nein, Hongkong bleibt eine rein britische Angelegenheit – bis die Briten uns bitten, die siebte Flotte hinzuschicken, da können wir natürlich nicht nein sagen.

Mir wäre es lieber, Sie würden mir was Nettes aus der Schweiz berichten; ich möchte im Jura einen Berg besteigen. Seit Wochen kein Bombenanschlag? Sehen Sie! Von wo in der Welt bekommt man noch solche Nachrichten?“