Dr. Norbert Burger, 38 Jahre, einst Assistent für Volkswirtschaft an der Innsbrucker Universität, von einem Mailänder Gericht 1966 in Abwesenheit wegen seiner Terrortätigkeit in Südtirol zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt, wurde in Krems/Niederösterreich festgenommen. Dem Haftbefehl lag ein „Spiegel“-Interview zugrunde, in dem Burger angeblich behauptet hatte, Attentate in Südtirol seien heute notwendiger denn je.

Albert Luthuli, südafrikanischer Freiheitsheld, Friedensnobelpreisträger 1960, starb in Stanger/Südafrika an den Folgen eines Unfalls, Den gewaltlosen Kämpfer gegen die Apartheid-Politik hatte Pretoria mit Bannflüchen verfolgt, seit Luthuli 1952 Präsident der Widerstandsbewegung „Afrikanischer Nationalkongreß“ geworden war.

John McNaughton, Professor der Rechte und führender Militärexperte, sechs Jahre lang enger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministers McNamara, wurde 45jährig bei einem Flugzeugunglück in Nordkarolina/USA getötet. McNaughton sollte am 6. August den Posten des Marineministers übernehmen.

Haile Selassi, Kaiser von Äthiopien seit 1928, letzter absoluter Herrscher der Erde, feierte in Addis Abeba seinen 75. Geburtstag.

Gaetano Martino, Vorsitzender der Liberalen Partei Italiens (PLI) und Außenminister 1954 bis 1957, starb 66jährig in Rom. 1962 bis 1964 war Martino Präsident des Europa-Parlaments in Straßburg gewesen.

Moise Tschombé, 47 Jahre, Ministerpräsident des Kongo 1964 bis 1965, am 1. Juli im Flugzeug nach Algerien entführt, wurde vom obersten algerischen Gerichtshof krimineller Delikte beschuldigt und zur Auslieferung an den Kongo freigegeben, wo er am 13. März in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war. Die letzte Entscheidung liegt jetzt beim algerischen Staatspräsidenten Boumedienne.