Die bedeutendste Goldquelle der westlichen Welt droht zu versiegen. In Südafrika befürchtet man einen Rückgang der Goldproduktion in den nächsten zwanzig Jahren auf ein Sechstel der gegenwärtigen Förderung.

Dabei wird angenommen, daß keine großen, bisher unbekannten Goldlager mehr entdeckt werden und daß der Goldpreis nicht erhöht wird. Die Ausbeutung der großen Goldvorkommen im Becken von Witwatersand sind beim gegenwärtigen (von der amerikanischen Währungspolitik bestimmten) Weltmarktpreis für Gold unrentabel.

Im vergangenen Jahr wurden außerhalb des Ostblocks 41 100 Unzen Feingold erzeugt, fast 31 000 Unzen davon kamen aus den Minen Südafrikas. Die nächst größten Goldproduzenten waren Kanada mit 3274 sowie die USA mit 1790 Unzen.

Auch die Goldminen in den USA geraten in zunehmende Schwierigkeiten. Der seit 1935 nicht mehr erhöhte Goldpreis von 35 Dollar je Unze (ca. 31 Gramm) deckt kaum noch ihre Förderkosten. Eine Subventionierung der Minen lehnt die amerikanische Regierung ab. Sie fürchtet, die Staatshilfe könnte als ein stillschweigendes Eingeständnis dafür gewertet werden, daß de Gaulles Forderung auf Erhöhung des Goldpreises zurecht besteht, mj