Enttäuschung bei Möbius

Josef Möbius, 90prozentiger Besitzer der Josef Möbius Bau-AG, Hamburg, will die noch in freien Besitz befindlichen Aktien der Gesellschaft zum Kurs von 300 Prozent zurückkaufen. Vor einigen Jahren wurden diese Aktien zum Kurs von 520 Prozent an der Hanseatischen Wertpapierbörse im Freiverkehr eingeführt. Sie verbilligten sich durch die Ausgabe von Gratisaktien in Verhältnis 5:1. Dennoch bleibt die Aktie für die meisten noch verbliebenen freien Aktionäre ein Verlustgeschäft. Die rückläufige Baukonjunktur sowie Schwierigkeiten in der Auswahl von Vorstandsmitgliedern ließen die einst weitgesteckten Pläne von Möbius scheitern. Er will seine Gesellschaft jetzt schrumpfen und wahrscheinlich für 1967 die Dividende ausfallen lassen. Unter diesen Umständen ist es für die freien Aktionäre besser, von dem Abfindungsangebot Gebrauch zu machen.

Nur Schering-Wandelanleihe

Der internationale Anlagefonds Formula Selection, Panama, der in seinem nichtamerikanischen Fondsvermögen wesentlich von deutschen Anlageexperten gemanagt wird, enthält, wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgeht, außer der Schering-Wandelanleihe (Nennbetrag 400 000 Mark) keine weiteren deutschen Wertpapiere mehr. Der Schwerpunkt der Anlagen liegt in den USA (50 Prozent des Fondsvermögens). Auffallend ist der hohe Anteil japanischer Aktien (12 Prozent des Portefeuilles). Der Wert pro Anteil stieg seit dem 1. Januar 1967 um 22 Prozent. Seit der Gründung im November 1962 dieses ursprünglich nur für Großanleger konzipierten Thesaurierungsfonds beträgt die Wertsteigerung pro Anteil 84 Prozent.

Schutzgemeinschaft gebildet

Von Schweizer Seite als überflüssig bezeichnet, hat sich unter der Leitung von Rechtsanwalt Dr. Andreas Bonhage, Frankfurt/Main, eine Schutzgemeinschaft der Suninvest-Zertifikatsbesitzer gebildet. Sie will erreichen, daß die beim Kauf der Zertifikate erworbenen Rechte erhalten bleiben. Außerdem soll verhindert werden, daß durch eine vorschnelle Liquidation Vermögenswerte verlorengehen.

Halbkaräter aus dem Versandhaus

Halbkarätige Diamanten bietet der Otto-Versand in Hamburg zum Preis von 1590 Mark an. Das dazu gelieferte Wertzertifikat berechtigt den Käufer, das von ihm gekaufte Schmuckstück beim Kauf eines neuen Schmuckes (mit größerem Karat-Gewicht) in der Weise in Zahlung zu geben, daß nicht nur der volle Kaufpreis des alten Schmuckes angerechnet wird, sondern auch die in der Zwischenzeit infolge Preisanstiegs für Diamanten auf dem Weltmarkt eingetretene Wertsteigerung.