Der erste Versuch, in der Südarabischen Föderation eine Regierung auf breiterer Basis zu bilden, die das Staatswesen am 9. Januar nächsten Jahres zur Unabhängigkeit führen könnte, endete mit einem Fehlschlag: Husain Ali Bayoomi, Informationsminister im südarabischen Kabinett und designierter Ministerpräsident der geplanten Übergangsregierung, weigerte sich zunächst, seinen Auftrag zurückzugeben. Die südarabische Regierung hatte die von Bayoomi vorgeschlagenen Ministerkandidaten abgelehnt.

Erst auf britische Vermittlung erklärte sich Bayoomi bereit, der Weisung seiner Kabinettskollegen zu folgen, „um die Reputation der Regierung zu retten und eine weitere Verwirrung zu vermeiden“. Unterdessen kündigte die UN-Kommission für Aden und Südirabien an, sie werde in Genf mit den Vertretern aller südarabischen Parteien zusammentreffen, um die Unabhängigkeit der Föderation vorzubereiten. Vorgespräche mit dem britischen Hochkommissar in Aden, Sir Humphrey Trevelyan, und arabischen Nationalisten der „Front for the Liberation of the Occupied South Yemen“ (FLOSY) seien ermutigend verlaufen. Die konkurrierende „National Liberation Front“ (NLF) forderte freilich, daß die Sultane Südarabiens von den Verhandlungen ausgeschlossen werden sollen.