Eine Aktion Nr. Sicher veranstalten seit Anfang (bis Ende) dieses Jahres in den Kreisen Rosenheim und Bad Aibling Kraftfahrzeugversicherungen, ADAC und Verkehrswacht. Man verspricht sich von Verkehrserziehung in Kindergärten und Altersheimen eine Minderung der Verkehrsunfälle und hofft, für ähnliche Veranstaltungen im Bundesgebiet Erfahrungen zu sammeln.

Die Erfolgsbilanz der ersten sechs Monate ist ermutigend. Die Zahl der Unfälle ging um 13 Prozent zurück. Allerdings wird der Urlaubsverkehr diese Ziffer bis Ende des Jahres noch verändern.

Bei der Aktion Nr. Sicher wurden folgende Beobachtungen gemacht: Neulinge am Steuer verursachen in den ersten zwei Jahren nur selten einen Unfall. An den ermittelten Unfällen waren am meisten Autofahrer bis zu 30 Jahren beteiligt. Nach 60 Jahren nimmt die Unfallhäufigkeit wieder zu. Die häufigste Unfallursache waren Fehler beim Überholen sowie Verstöße gegen das Vorfahrtsrecht.

Verkehrsunfälle auf der Autobahn zwischen München und Salzburg wurden zu 87 Prozent von Ausländern verursacht. Aber auch deutsche Autofahrer haben auf Alpenpässen oft nicht die erforderliche Übung und Reaktionssicherheit.

Die Aktion Nr. Sicher wird möglicherweise im nächsten Jahr fortgesetzt. Jedenfalls wird die Veranstaltung klärend zur Beantwortung der Frage beitragen: Sind Erwachsene im Straßenverkehr noch zu erziehen? Viele Beteiligte an der Aktion, darunter ein Münchner Oberstaatsanwalt für Verkehrsdelikte und einige Motorjournalisten, bezweifeln das. G. C.