Als ein „Alarmzeichen“ bewertet die Hamburger Gesellschaft für Wirtschaftsanalysen und Markterkundung Kapferer & Schmidt, die Entwicklung der Werbeaufwendungen im ersten Halbjahr 1967. Danach sind die Werbeausgaben für Anzeigen in Tageszeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften sowie für Werbeeinblendungen in Funk und Fernsehen mit insgesamt 1,36 Milliarden Mark erstmals absolut, und zwar um 0,3 Prozent rückläufig gewesen. Im Vorjahr stiegen sie noch um über 10 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, daß sich die Unternehmen durch die schlechte Absatzlage in ihren Dispositionen für Werbeausgaben haben bestimmen lassen. Leidtragende der geringen Werbeaktivität waren in erster Linie die Tageszeitungen, die eine Einbuße von 29,3 Millionen Mark oder 8,4 Prozent hinnehmen mußten, während die Publikumszeitschriften noch einen Zuwachs von 2,7 Prozent erzielen konnten. Rundfunk und Fernsehen konnten ihr Werbevolumen um 13,5 Millionen oder 25,1 Prozent aufbessern.