Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die Beförderungen von Beamten nicht immer und unbedingt Ausdruck auch für höhere Leistungen sind, dann wurde er in diesen Tagen geliefert. FDP-Abgeordnete hatten nämlich die Bundesregierung gefragt, was sie zu tun gedenke, um die Segnungen der inzwischen verbesserten Beförderungsmöglichkeiten in Form höherer Gehälter auch den pensionierten Beamten zugute kommen zu lassen.

Die Regierung wiederum hat jenes Ansinnen nicht zurückgewiesen – etwa mit dem Hinweis, die Pensionen stiegen doch schon ohnehin bei jeder Besoldungserhöhung; sie hat es im Grundsatz als berechtigt anerkannt und lediglich darauf verweisen lassen, daß es schwierig sei, Pensionäre nachträglich höher einzustufen und ein derartiges Vorhaben natürlich auch Geld koste. Wenn die erforderlichen Mittel vorhanden wären und sich die technischen Schwierigkeiten beseitigen ließen, so ist daraus zu folgern, könnte darüber also ernsthaft geredet werden.

Solche Überlegungen liegen auf der gleichen Linie wie die Tatsache, daß eine höhere Beamtenbesoldung in der „Prioritätsliste“ der mittelfristigen Finanzplanung mit an der Spitze steht. Beamte sorgen eben für Beamte, selbst dann, wenn es sich um Uraltpensionäre handelt, je