Um es vorwegzunehmen: Gefängnisbeamte sind interessiert zu erfahren, ob die Umwelt ihres Gefangenen weiß, was sie wissen.

„Sind Ihre Leute im Bilde?“ fragen sie, wenn es sich um eine kurze Strafzeit handelt. Ich sagte:

„Na, natürlich.“ Ein anderer sagte: „Natürlich nicht!“ Worauf er hören mußte: „Dann sollten Sie sich besonders korrekt benehmen!“

Der Verurteilte, der kein Verbrecher ist, hat also nur zwei Möglichkeiten angesichts einer Gefängnisstrafe: Entweder sich still zwischen Eisenbahnschienen zu betten oder herumzuerzählen, was da auf ihn zukommt, und hinterher noch einmal zu schildern, was er erlebte, wie das viele Schriftsteller ja auch getan haben.

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Mein Rechtsanwalt schien sich schon im vorhinein zu amüsieren. Er war völlig souverän und sagte, bevor wir losfuhren: „Haben Sie Ihren Gestellungsbefehl studiert? Wissen Sie, daß es unerwünscht ist, mit einem Koffer einzutreffen? Höchstens ’ne Pappschachtel wie bei den Rekruten.“

Auf der Mitteilung, daß ich mich in Fuhlsbüttel einzufinden hätte, widrigenfalls ich verhaftet würde, stand, in welcher Verfassung ich mich einzufinden hätte: „Sauber gewaschen.“