Adolf Heusinger, General a. D., 1955 bis 1961 erster Generalinspekteur der Bundeswehr, bis 1964 Vorsitzender des ständigen Militärausschusses der NATO, feierte seinen 70. Geburtstag. Während des Zweiten Weltkrieges avancierte Heusinger zum Generalleutnant, wurde aber nach dem 20. Juli 1944 verhaftet und entlassen.

Paul R. Ignatius, 47 Jahre, Experte im amerikanischen Verteidigungsministerium seit 1961, wird von Präsident Johnson zum Marineminister ernannt werden. Ignatius tritt an die Stelle von John McNaughton, der am 19. Juli bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam.

Dr. Hans Arnold Kroll, 1958 bis 1962 Botschafter der Bundesrepublik in Moskau, starb 69jährig in Starnberg/Bayern. Kroll hatte über besonders gute Beziehungen zum sowjetischen Parteichef Chruschtschow verfügt, die er im November 1961 für einen eigenmächtigen Vorstoß in der Deutschlandfrage nutzte. Die Bundesregierung distanzierte sich von Kroll, rehabilitierte ihn aber bis zum März 1962 wieder. Im Herbst 1962 wurde Kroll als Berater für Fragen der Ostpolitik nach Bonn versetzt.

Dr. Hermann Rauschning, 1933 bis 1934 Senatspräsident der Freien Stadt Danzig, feierte in Portland/USA seinen 80. Geburtstag. Rauschning war 1933 mit den Stimmen der NSDAP zum Regierungschef des Freistaats gewählt worden, hatte aber schon 1934 ernüchtert resigniert. Seit 1936 lebt er im Exil.

Ali Sastroamidjojo, 66 Jahre, früherer indonesischer Ministerpräsident und geistiger Vater der Bandung-Konferenz von 1955, wurde von der Regierung Suharto verhaftet. Er wird beschuldigt, sich an einem Komplott zugunsten des gestürzten Präsidenten Sukarno beteiligt zu haben.