... und nun auch noch Agentenchef

Vor einer Woche hat Josef Müller-Marein einen „Spiegel“-Bericht zum Anlaß genommen, um an dieser Stelle der ZEIT Betrachtungen über das Verhältnis des Verlegers zur Macht anzustellen.

Ich gebe bereitwillig zu, daß dieses Thema Aufmerksamkeit verdient, wenn auch sicher nicht allein im Hinblick auf mich.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, daß diese Auseinandersetzung von Josef Müller-Marein nicht polemisch eingefärbt worden wäre, wie es etwa in der Formulierung zum Ausdruck kommt, an der Grenze zum Machtbereich des Axel Cäsar Springer würden bis dahin gerade Wege anders, also krumm.

Diese Behauptung stellt einen bemerkenswerten Gipfel der Polemik gegen mich dar. Es ist, soweit ich es übersehen kann, die erste Äußerung, die mich krimineller Handlungen zwar nicht gerade verdächtigt, aber dieser Verdächtigung Spielraum eröffnet. Es scheint, als ob die bislang politische Polemik gegen mich durch eine Eskalation von Ehrverletzung ersetzt werden soll.

Ich erinnere mich lebhaft, daß vor einiger Zeit in diesem von Josef Müller-Marein redigierten Blatt mein Haus ein Gebilde genannt wurde, in dem sich „alle Konturen zu braunem Brei verschmieren“.

In diesem Blatt wurde ich des Versuchs bezichtigt, Redakteure „in eine Art Leibeigenschaft zu nehmen“.