Die Zement-Vertriebskartelle werden fallen. Die Unternehmen wissen, daß sie sich auf dem Rückzug befinden und ihre Rechtspositionen gegenüber dem Kartellamt schwach sind. Unterschiedliche Auffassungen bestehen vorerst noch darüber, was an Stelle der Kartelle treten soll.

Der Vorstand der Breitenburger Portland-Cement-Fabrik sieht eine Lösung in den Möglichkeiten, die in der Kooperationsfibel des Bundeswirtschaftsministeriums aufgezeigt werden. Horst-Albert Alsen, Chef der Alsenschen Portland-Cement-Fabriken KG, Hamburg, scheint sich auf das Wohlwollen der Regierung nicht allein verlassen zu wollen.

Im vergangenen Jahr erwarb er aus dem Besitz der Deutschen Bank eine Schachtelbeteiligung an der Hemmoor Zement AG, außerdem kaufte er Hemmoor-Aktien von dritter Seite sowie über die Börse, so daß er dort nunmehr Mehrheitsaktionär ist. „Zwischen den Firmen Alsen und Hemmoor soll im Zuge des allgemeinen wirtschaftlichen Konzentration eine nützliche und fruchtbare Verbindung hergestellt werden“, ließ Alien verlauten

Mit 25 Piozent hat sich Alien jetzt auch an seiner nachbarlichen Konkurrenz, der Breitenburger Portland-Cement-Fabrik, beteiligt Damit ist eine kräftige Kapitalklammer zwischen den drei bedeutendsten norddeutschen Zementfabriken geschaffen wordenBei Breitenbarg wird Alsen jedoch nicht tonangebend sein können Hier hat die schweizerische Schmidheiny-Gruppe die Mehrheit die einen starken Rückhalt im Eremit Geschäft besitzt

An der Born werden diese Konzentrationsbewegungen mit Interesse verfolgt Nicht umsonst stiegen die Kurse

vieler Zementaktien mehr, als es die Hoffnung auf einen besseren Absatz im Zuge der staatlichen Bauforderung rechtfeitigt Aufkaufe sowie Spekulationen auf hohe Abfindungen der wenigen fielen Aktionäre, damit wird die feste Tendenz dieser Aktien begründet KW