Sehr sehenswert:

„Tätowierung“, von Johannes Schaaf nach einem Drehbuch von Günter Herburger. Ein junger deutscher Film, der in Berlin spielt und die Geschichte eines Knaben erzählt, der aus dem Regen in die Traufe kommt: aus dem Fürsorgeheim in die Mosaikfabrik seines ebenfalls fürsorglichen Onkels. Während eines Familienspazierganges durchs Grüne an einem schönen Sommertag nimmt der Junge seine von ihm fürsorglich behütete Pistole und streckt den Onkel ins Gras. Danach fühlt er sich zum erstenmal in seinem Leben richtig wohl und geht schwimmen. Ein Film für Leute, die nach dem Kino gern Filme interpretieren und dabei handfeste und verläßliche Krücken benötigen.

Diese Woche im Fernsehen:

„Gott und der Teufel im Land der Sonne“, von Glauber Rocha. Das Hauptwerk des letzthin viel beredeten brasilianischen „cinema nôvo“ besitzt nicht nur ein exotisches Interesse. Die Chronik der sozialen und geistigen Konvulsionen im sertão, dem vom Hunger, Banditen und Aberglauben heimgesuchten Nordosten Brasiliens, verleiht einem Volk Sprache und Gesicht, das noch nicht zum Bewußtsein seiner selbst gelangt ist. (26. August, II. Programm, 23.05 Uhr)

Sehenswert:

„Persona“. Ingmar Bergmans Kleines Welttheater – der Dialog zweier unterschiedlicher Frauen, einer Schauspielerin, die sich der Welt ab-, und einer Krankenschwester, die sich ihr zugekehrt hat, die im Dialog aber sich und dem Zuschauer ihre verborgene Identität entdecken.

Ferner läuft: