Eine lebensgroße Skulptur in der Eingangshalle des Club-Restaurants der New Yorker Börse stellt einen Bullen dar, an dessen Hals ein Bär hängt, der den Bullen umzubringen droht.

An diese Skulptur, die das Ringen zwischen dem Bullen als Haussier und dem Bären als Baissier symbolisiert, sieht sich das amerikanische Bankhaus Bache & Co in Frankfurt mit dem Blick auf die gegenwärtige Situation an den deutschen Börsen erinnert. Das neueste Bache-Bulletin will wissen, daß der Bär dem Bullen an den Hals gehetzt worden sei. „In der Rolle des Bären befanden sich bestimmte Banken, die teils aus eigener Initiative, teils auf einen Wink der Bundesregierung Material zur Verfügung stellten, um die hektische Aufwärtsbewegung ... zu drosseln.“

Die Deutsche Bank, die in den letzten Wochen eher den Eindruck eines Bären erweckt und ihr Portefeuille während der vergangenen Wochen erleichtert hat, hält diese Version für Jägerlatein: „Unsere Börsenpolitik orientiert sich ausschließlich an den Interessen unserer Kunden und Aktionäre.“

Der Bär wäre also nicht dem Bullen, sondern Bache & Co. aufgebunden worden. bon.