Noch immer ist die NPD eine Partei auf der Suche nach einer Halle. Nach Köln, München, Hildesheim, Stuttgart, Heidelberg und zuletzt Nürnberg, wo es wegen der Parteitage der Thadden-Gefolgschaft zum Krach um vertraglich vermietete Versammlungsräume kam, ist nun Wolfsburg an der Reihe. Auch hier, in der um ihren guten Ruf besorgten VW-Stadt, vormals „Kraft-durch-Freude“-Stadt, will der Oberbürgermeister den rechtmäßigen Vertrag zwischen Hallendirektor und Parteileitung brechen – und sei es auch, daß die Stadt eine ansehnliche Strafsumme zahlen muß.

Erst vermieten, dann verbieten – nach dieser, häufig kostspieligen Devise scheinen unsere Stadtoberen den Nationaldemokraten den Garaus machen zu wollen. Dabei haben noch stets sie allein das Nachsehen gehabt, nicht ihre unliebsamen Gäste. Die vielen Schadenersatzprozesse bestätigen das. Und so bekommt die schwächliche NPD doppelte Kraft: durch Bußgelder und durch kostenlose Reklame. D. St.