Sherry-Prozeß

Der Londoner High Court hat, so wünschten es die Spanier, in einem Urteil bestätigt, daß die Bezeichnung Sherry nicht die Geschmacksrichtung eines Getränkes angibt, sondern eine Ursprungsangabe ist wie Cognac und Champagner. Der Name Sherry wird von nun an, wenigstens in England, eindeutig klarstellen, daß dieses Getränk aus Jerez de la Frontera in Spanien stammt. Andere Sorten müssen den Zusatz Australien Sherry, South African Sherry oder so ähnlich tragen. Was nicht unbedingt Qualitätsunterschiede andeutet. Es gibt zum Beispiel Sherry aus Südafrika, der vom Jerez-Wein vom Nichtkenner nicht zu unterscheiden ist.

Steuerfahndung in Urlaubshäusern

Der Bundesbürger wird künftig auch in Spanien nicht mehr vor deutschen Steuerfahndern sicher sein. Wer sich bisher ein Urlaubshaus in Spanien baute, brauchte deutsche Finanzämter nicht zu fürchten. Das neue deutsch-spanische Doppelbesteuerungsabkommen (vom Bundestag noch nicht ratifiziert), wird das jedoch ändern. Danach werden Deutschen gehörende Grundstücke und Häuser nicht mehr von der deutschen Steuer freigestellt. Die spanischen Steuern werden nur noch auf die Steuerschuld in der Heimat angerechnet. Deutsche Finanzämter werden in Spanien auch den Wert der Grundstücke feststellen lassen.

Akademie der Kochkunst

Eine unpolitische Bewegung schickt sich an, den italienischen Stiefel zu erobern. Industrielle, Gastronomen und Journalisten haben in Bologna eine „Akademie der hohen Kochkunst“ gegründet, um der alten, ursprünglichen italienischen Küche wieder zu Ruhm und Ehre zu verhelfen. So schön die Absicht, so schwierig die Verwirklichung: Welchem Restaurant gebührt der „Oscar der Kochkunst“, der alljährlich vergeben werden soll? Muß dieses Haus doch Widersprüchliches in Eintracht präsentieren: Unverfälscht die Küche, Reinlichkeit und Hygiene, und Preise niedrig wie zu Olims Zeiten ...

Jagd auf magere Schinken