Evangelos Averoff-Tossizza ist ein freier Mann. Auf Empfehlung der griechischen Militärjunta wurde er von König Konstantin begnadigt. Averoff, der unter dem ehemaligen Ministerpräsidenten Karamanlis acht Jahre lang das Außenministerium leitete, war von einem Athener Militärgericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte gegen das von den regierenden Obristen erlassene Versammlungsverbot verstoßen.

Das Urteil gegen Averoff sollte abschreckend wirken, zugleich aber mußte das Militärregime auf die Reaktionen im Westen und in Griechenland selber Rücksicht nehmen. Darum wurde auch die Kriegsgerichtsverhandlung gegen den früheren Minister Rallis auf unbestimmte Zeit verschoben. Wie Averoff soll er ebenfalls gegen das neue Versammlungsgesetz verstoßen haben.

Die Bestimmungen besagen, daß selbst jede private Zusammenkunft von mehr als fünf Menschen vorher genehmigt werden müsse. Averoff und Rallis sind führende Mitglieder der verbotenen königtreuen ERE-Partei.

Unterdessen formierte sich in Griechenland eine Sammlungsbewegung gegen die Athener Junta. Sie trägt den Namen „Der demokratische Widerstand“. In dem ersten Aufruf dieser Organisation heißt es: „Das griechische Volk ist im Begriff, seine Kräfte wieder zu sammeln und seine großen Reserven zu mobilisieren. Es bereitet sich auf einen Kampf bis zum Tode vor, in dem alle Mittel gebraucht werden, um den Sieg herbeizuführen. Dieser Kampf, und unsere Freunde in Europa werden es sicher verstehen, wird ein Kampf des gesamten Europas für die Demokratie sein.“

Der Appell des „Demokratischen Widerstandes“ schließt: „Griechische Patrioten, Mitkämpfer der Demokratie, vereinigt euch mit uns in dem Kampf gegen die faschistische Junta, um unser Land vor der Schande zu retten, und damit die Demokratie in Griechenland, in ihrer Heimat, wieder lebe.“