Mayo-Zeichnung wird wiederholt

Die Zeichnung der sogenannten Mayo-Aktien muß wiederholt werden. Jetzt bietet ein Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Effekten- und Wechsel-Bank die Papiere an. Bevorrechtigt werden jene Zeichner behandelt, die sich auf die erste Aufforderung zur Übernahme der Aktien gemeldet haben. Die Papiere werden zum Kurs von 110 Prozent angeboten, mit einer Dividendenzahlung kann erst im 5. Geschäftsjahr gerechnet werden. Frühestens 1975 kann die Aktie in den amtlichen Börsenhandel eingeführt werden. Von dem zunächst 6 Millionen Mark betragenden Aktienkapital werden 1,5 Millionen an das Haus Siemens gehen, das auch die Einrichtung mit medizinischen Geräten übernimmt. Weiterer Großaktionär der Diagnostik-Klinik wird die Allianz sein. Beide Unternehmen dürften garantieren, daß die Errichtung der Klinik in kaufmännisch vernünftigen Bahnen verlaufen wird. Im Gegensatz zu den früheren Absichten muß die Einzahlung auf die Aktien in voller Höhe nach der Zuteilung erfolgen.

Abfindung zu 180 Prozent

Die Deutsche Bank hat als Mehrheitsaktionär der Deutschen überseeischen Bank den freien Aktionären, die rund 40 Prozent des Kapitals halten, das Angebot gemacht, ihre Papiere zum Kurs von 180 Prozent zu übernehmen. Vor dem Kaufangebot wurde die Aktie des Instituts zu 136 Prozent notiert. Von der Deutschen Bank wird das Angebot auch dann aufrechterhalten, wenn sie auf diese Weise nicht in den Besitz der Dreiviertelmehrheit gelangen sollte. Es wird aber darauf aufmerksam gemacht, daß eine höhere Dividende als 6 Prozent in absehbarer Zeit nicht erwartet werden kann. Deshalb ist es durchaus möglich, daß sich der Kurs der Aktie nach Ablauf des Kaufangebots langsam wieder zurückentwickelt.