Zum zweitenmal veröffentlicht die ZEIT eine Liste der 100 größten Unternehmen der Bundesrepublik. Die Liste enthält nur Industrie-, Bau-, Handels-, Versorgungs- und Verkehrsunternehmen. Nicht berücksichtigt sind Banken, Versicherungen und Verlage. Nicht aufgeführt sind auch die Bundespost, die mit einem Umsatz von 10,3 Milliarden Mark und 470 000 Beschäftigten noch vor dem VW-Werk den Spitzenplatz einnehmen würde, sowie die Bundesbahn, mit 9,4 Milliarden Mark Umsatz und 427 000 Mitarbeitern Deutschlands drittgrößtes Unternehmen.

Als Kriterium für die Rangfolge wurde, wie im Vorjahr, der Umsatz zugrunde gelegt. Die Angaben beziehen sich, soweit verfügbar, auf die Fremdumsätze des Konsolidierungsbereiches. Da noch nicht alle Konzerne konsolidierte Abschlüsse vorlegen, wurden in einigen Fällen die Umsätze der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften anteilig zum Umsatz der Mutter hinzugerechnet.

Die Zahl der Umsatzmilliardäre hat sich von 38 auf 60 erhöht. Während aus technischen Gründen DHH nicht mehr aufgeführt wird und Buderus zugestoßen ist, sind Preussag und Lufthansa die einzigen echten neuen Umsatzmilliardäre. Hervorstechendes Merkmal der neuen Tabelle ist die Tatsache, daß die größten Unternehmen erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erzielten. Die zehn größten Unternehmen, die über 30 Prozent der Umsätze aller in der Liste enthaltenen Firmen auf sich vereinigen, erreichten 1966 einen Umsatz von insgesamt 62,65 Milliarden Mark. Im Vorjahr hatten die zehn Größten einen Umsatz von 58,24 Milliarden Mark erzielt. Obwohl die in dieser Gruppe enthaltenen Montanunternehmen Thyssen und Krupp leichte Umsatzrückgänge aufwiesen, ergab sich bei den zehn Größten im Jahr 1966 noch eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 7,7 Prozent. Ekkehard Scheid