Deutschlands größter Hotel- und Gaststättenkonzern, die „A. Steigenberger Hotelgesellschaft KGaA, Frankfurt“, hat trotz der Konjunkturflaute 1966 einen Umsatzzuwachs von 9 Prozent erzielt. Einschließlich der Tochtergesellschaften wurden 85,5 Millionen Mark umgesetzt. An dieser Entwicklung waren die Restaurationsbetriebe besonders stark beteiligt. Die Hotels hatten eine etwas geringere Zimmerbelegung von 73,3 Prozent der Kapazität zu verzeichnen und Übernachtungen, die mit 617 000 etwas über dem Vorjahr lagen. Hier konnten höhere Umsätze durch Preisanhebungen erzielt werden.

Diese Korrektur war nach Angaben der Verwaltung infolge des Kostendrucks im Personalbereich erforderlich. Die günstige Ertragslage konnte damit gehalten und eine Dividende von wieder 14 Prozent ausgeschüttet werden. Die Ertragskraft der Großstadthotels war nach wie vor entscheidend für das Gesamtergebnis. Die Hotels in den Kurorten haben die Rezession stärker verspürt, die Erträge jedoch halten können.

Eine Beruhigung des Geschäfts haben die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres gebracht; trotzdem rechnet die Verwaltung mit einem angemessenen Ergebnis. Sie weist im übrigen auf den in der Öffentlichkeit stark beachteten Rechtsstreit mit der Bundesrepublik wegen der ehemaligen Berchtesgadener NS-Grundstücke hin. Die Gesellschaft prüft zur Zeit, ob diese rechtliche Auseinandersetzung im Wege einer Eigentumsklage oder durch Herausgabe der Grundstücke gegen angemessene Ersatzleistungen abgeschlossen werden kann. PGK