Wirtschaft

Neues aus dem Osten

reröffentlichungen westlicher Wissen schaftler werden nirgendwo sorgfältiger gelesen und ausgewertet als in Moskau.

Geringer Werbewert?

j- usdike von Haustein, Rennleiter und Pressechef von Porsche, ist mit der deutschen Mineralölindustrie unzufrieden. Sie tut seiner Meinung nach nicht genug für die Unterstützung des Rennsports.

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DIE ZEIT

Der Meinungsmoloch

Daß es sich bei der Auseinandersetzung mit Axel Springer keineswegs um spätsommerliche Querelen, um presse-interne Krakeelerei zwischen seinem Verlagshaus und der ZEIT handelte – wie flüchtige Beobachter der Szene zunächst meinten – wird durch folgenden Sachverhalt deutlich: Professor Holzamer der Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens, hat seinen Rücktritt aus der "Lücke-Kommission" angeboten.

Bomben-Fiasko

Johnsons Verteidigungsminister McNamara, das menschliche „Elektronengehirn“ aus dem Pentagon, hat vor einem Senatsausschuß nicht mehr und nicht weniger bekundet, als daß der gegenwärtige amerikanische Luftkrieg gegen Nordvietnam sinnlos sei.

Recht, nicht Rache

Dem ermüdenden Streit, soll, ein für allemal ein Ende gemacht werden: Bundesjustizminister Gustav Heinemann will dem Kabinett empfehlen, die Verjährungsfrist für Mord generell aufzuheben.

Duett in Paris?

Die FAZ berichtete in der vorigen Woche unter der Überschrift „Paris drängt zu gemeinsamer strategischer Planung über eine französische Studie, die jener bilateralen Kommission als Leitlinie dienen soll, die beim letzten Besuch de Gaulles in der Bundesrepublik beschlossen wurde.

An die ZEIT-Leser

Nach dem Tod von Paul Sethe hat Karl-Heinz Janßen das Ressort „Politisches Buch“ übernommen – zu dem auch die Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Soziologie und Geschichte gehören.

ZEITSPIEGEL

Auf der Treppe seines Kampener Ferienhauses ist Bundesverteidigungsminister Gerhard Schröder ausgerutscht und schwer gestürzt.

Chinesen, die bellen und nicht beißen

Das 48stündige Ultimatum der chinesischen Regierung an Großbritannien zur Freilassung verhafteter kommunistischer Journalisten und zur Aufhebung des Verbots dreier maoistischer Zeitungen in Hongkong verstrich.

Israels Härte

Schwer trägt Israel, das kleine, tapfere Land, an seinem Sieg. Nun gerät es sogar in den schlimmen Verdacht, über seinen verdienten militärischen Triumph zu vergessen, was seine Bürger und seine Propheten allen Bedrängnissen zum Trotz stets auszeichnete: Menschlichkeit.

Die Stimme seines Herrn

Conrad Ahlers, einst unschuldiges Opfer, heute getreuer Diener des Bonner Staates, hat sich den Ruf eines „Mini-Killers“ zugezogen.

Burgfriede in der FDP

Die Meinungsverschiedenheiten in der FDP bestehen zwar fort, die aufrührerische Stimmung aber, wie sie auf dem Parteitag in Hannover immer wieder durchbrach, flaut ab.

Die Sache mit dem „Außenseiter“

Im Auswärtigen Amt steht ein Revirement bevor, und Politiker und Publizisten sind – wie immer – von diesem Thema fasziniert.

Banger Johnson

Mit Henry Cabot Lodge, dem früheren Botschafter in Saigon, als Mentor an der Seite, hat sich eine von Präsident Johnson ausgewählte Gruppe von einigen Dutzend amerikanischen Kongreßmitgliedern und Notabeln des öffentlichen Lebens nach Vietnam auf den Weg gemacht, um dort die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zu beobachten.

Wolfgang Ebert:: Beliebt sein ist alles

Wilson-Berater: Kossygin läßt mitteilen, in sozialistischen Ländern braucht der Regierungschef nicht beliebt zu sein. Der letzte sei Chruschtschow gewesen, und dem hätte das eher geschadet.

Verregneter Nahost-Gipfel

Am Vorabend der Gipfelkonferenz in der sudanesischen Hauptstadt Khartum drängten sich vor dem Eingangstor des Präsidenten-Palastes die Menschen um eine überdimensionale Landkarte.

Der verwundbare General

Die V. Republik hatte in diesem Sommer ihre Nahost-Diskussion, die Kanada-Affäre und eine öffentliche Debatte um die Sozialgesetze, die von der Regierung mit Hilfe einer parlamentarischen Ermächtigung auf dem Verordnungswege verabschiedet wurde.

Im Dschungel des Waffenhandels

Das Auswärtige Amt in Bonn mußte in letzter Zeit harte Vorwürfe einstecken. Abgeordnete in der Bundeshauptstadt und Senatoren in Washington bezichtigen Willy-Brandts Beamte, sie hätten beim Verkauf von Kriegsgerät ans Ausland fahrlässig gehandelt.

Ein Happening der Hippies

Das Reinmachepersonal des Londoner Trafalgar Square hat normalerweise nach dem verlängerten Wochenende des Bank-Holiday-Montags mit seinen Gammlertreffen und Taubenfütterungen harte Arbeit zu leisten.

Sorgen am Rhein

Der in Genf vorgelegte Entwurf des Atomsperrvertrages, über den die Bundesregierung vorher genau unterrichtet worden war, wird in Bonn als eine akzeptable Verhandlungsgrundlage angesehen, die freilich noch mancher, zum Teil gründlichen Veränderung bedürfe.

Schüsse auf den „Führer“

Patler, du dreckiges Schwein, du dreckiger Mörder“, schreit der junge, athletisch gebaute Mann im Zuschauerraum des Arlingtoner Kriminalgerichtes und versucht, sich auf den Angeklagten zu stürzen, der gerade von einer Schar Polizisten in den Saal geleitet wird.

Wilson als Wirtschaftslord

Opposition vom linken Flügel seiner eigenen Partei, Rücksicht auf die kritikfreudigen Gewerkschaften und nicht zuletzt die höchste August-Arbeitslosenziffer (555 081) seit 27 Jahren bestimmten Premierminister Harold Wilson zu seiner tiefgreifenden Kabinettsumbildung.

Lücke im Atomstoppvertrag

Trotz des Krieges in Vietnam, trotz der Spannungen im Nahen Osten haben sich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion in der Genfer Abrüstungskonferenz auf eine gemeinsame Politik geeinigt: Ihre Delegationen legten – freilich jede für sich – einen gemeinsam erarbeiteten Entwurf für einen Atomsperrvertrag vor.

Von ZEIT zu ZEIT

In seinem Urlaubsort Kreßbronn am Bodensee führte Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Kurt Georg Kiesinger nebst CDU-Generalsekretär Bruno Heck ein Gespräch mit ihren SPD-Partnern Willy Brandt und Herbert Wehner über die Situation in der Großen Koalition.

Protest in Prag

Es gab für sie nur drei Möglichkeiten: entweder durchzukommen, verhaftet oder erschossen zu werden. So berichtete einer der drei jungen DDR-Bürger, die am Sonntag bei Preßburg in der Tschechoslowakei die March durchschwammen, die dort – die Grenze zu Österreich bildet.

Tod in der Moldau

Es geschah in Prag, in diesen Tagen: Ein Ruderer fand die Leiche; der Arzt stellt fest, sie habe bereits vier Tage im Wasser gelegen; die Polizei meinte, der Mann sei ertrunken; Politiker, Rechtsanwälte und Organisationen behaupten, er sei ermordet worden – der 59jährige Amerikaner Charles Jordan, Vizepräsident der jüdischen Hilfsorganisation „Joint Distribution Committee“.

Guerillakrieg am Sambesi

In den Generalstäben von Südafrika, Angola, Mozambique und Rhodesien schrillen die Alarmglocken. Bewaffnete Trupps von Farbigen – einige hundert – die dem Afrikanischen Nationalkongreß in Südafrika angehören, einer Vereinigung, die von der Regierung in Johannesburg in Acht und Bann getan wurde, haben die Grenze von Sambia nach Rhodesien überschritten und die Soldaten Ian Smith’s in Kämpfe verwickelt.

Chaos in Südarabien

In der Südarabischen Föderation hat die von England eingesetzte Regierung, der Sultane und Scheichs die Kontrolle über das Wüstenreich verloren.

Namen der Woche

Brian Epstein, der 32jährige Manager der Beatles, der in seiner Londoner Wohnung tot aufgefunden wurde, ist wahrscheinlich keines natürlichen Todes gestorben.

Proporz im Kanzleramt?

Kiesingers fragwürdiger Wunsch nach politischen Beamten – Die Personalpolitik muß zentralisiert werden

Philosophie deutscher Revolutionäre

Jürgen Habermas ist neulich sogar in der Welt zu Ehren gekommen: er habe, so berichtete die Zeitung, in Hannover während des Kongresses im Anschluß an die Beerdigung Benno Ohnesorgs den Berliner Studentenführer Rudi Dutschke in die Schranken gewiesen und dessen sozialrevolutionäre Thesen als „linken Faschismus“ bezeichnet.

Hilferuf an Tropenärzte

Mit den Affen kam der Tod – ein grausamer Tod. Die Ärzte schildern ihn so: Es beginnt mit Kopfschmerzen und Fieber, es folgen Tage der Besserung.

„Gebt ihn heraus!“

Auf der Wiesbadener Wilhelmstraße, einem der berühmtesten Boulevards der Bundesrepublik, regierte das „einfache Volk“.......

Tödlicher Nebel

Der Oberstaatsanwalt Herbert Fendt vom Landgericht in der schönen Kemptener Residenz hüllt sich lieber in Schweigen. „Der Fall Ortlieb wird eingehend geprüft“, sagt er.

Verkürzter langer Tag

Es war am letzten Samstag um 16 Uhr in Westberlin. Drei seriös aussehende Herren entstiegen vor dem Hauptportal des Berliner KaDeWe, des „Kaufhauses des Westens“, ihrem Opel Rekord, nickten einem Flugblätter verteilenden Betriebsrat aufmunternd zu und zückten ihre Kamera.

Deutsche Seehelden

Onein – in Deutschland, da baut man nicht so ohne weiteres auf den Zufall. Das kann teuer zu stehen kommen. Und tut es das nicht, so ist es eben fast ehrenrührig.

Bienen markieren leere Blüten

Mehr und mehr verdichtet sich das Bild vom Bienenstaat als dem Musterbeispiel eines bis in kleinste Einzelheiten durchrationalisierten Betriebes.

Sex im Test

Zwei junge Doktoren vom Institut für Sexualforschung an der Universität Hamburg (Leitung Professor Hans Giese) machten einen Test mit 70 Studenten, den sie selbst als „eine relativ unbedeutende Sache“ bezeichnen.

Fernsehen: Dabei gewesen

Sehen Sie, das ist das Lustige an der Live-Sendung: wenn was passiert, ist es eben passiert.“ Das hatten manche Zuschauer der ersten farbigen Sendung vom Goldenen Schuß schon gemerkt, bevor Vico Torriani, Nachfolger des gefeuerten Onkel Lou, es verkündete.

Das erste farbwürdige Fernseh-Feature

Mancher, der sich vergeblich gefragt hatte, warum dieser entsetzliche Goldene Schuß, diese Unterhaltungssendung ohne Unterhaltung, nun auch noch mit ungeheurem Kostenaufwand farbig produziert werden mußte, wurde der großen Möglichkeit des Farbfernsehens zum erstenmal gewahr, als ihm (am Sonnabendnachmittag) der Korrespondent der ARD in Washington, Gerd Ruge, und seine charmante kanadische Begleiterin expo 67 vorführten.

Vor 100 Jahren: Charles Baudelaire im Widerspruch

Unter allen. Grundrechten des einzelnen, von denen neuerdings so viel geredet werde, meinte Baudelaire, seien zwei vernachlässigt, die ihm selber am meisten galten: das Recht, sich zu widersprechen, und das Recht, davonzugehen.

Einstein und Meyer

Ja, was ist eine Person im Regimente anders als ein immerwährender Redner: An den großen Barock-Schulmeister Christian Weise und die Sentenzen seines „Politischen Redners“ mußte ich denken, als ich die Ansprachen jener Prominenten vernahm, die sich, bei Gelegenheit der Eröffnung der fünfundzwanzigsten Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin, an ihr Publikum wandten und das Phrasenpensum mit der gleichen Routine zu bewältigen suchten, mit der im siebzehnten Jahrhundert, in vergleichbarer Lage (auf öffentliche Schau und spektakuläres Repräsentieren bedacht), die Verfasser der Leichabdankungen, Komplimentierreden und Strohkranz-Ansprachen das von ihnen Erwartete lieferten.

Monomanie des Künstlers

Wie war’s in Deutschland doch vordem mit Kunstbetrachtung so bequem. Goebbels hatte die Kritik abgeschafft; die ersten Zeitungen, die nach 1945 erscheinen konnten, führten sie wieder ein.

Schwerpunkte deutscher Wissenschaftspolitik

Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zum Ausbau der bestehenden Hochschulen bis 1970 und der Forschungsbericht II der Bundesregierung sollten bald nach Beendigung der parlamentarischen Sommerpause den Bundestag beschäftigen.

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