In seinem Artikel „Hilferuf an Tropenärzte – Rätselhafte Infektion durch ‚grüne Affen‘“ in der letzten Ausgabe der ZEIT schreibt Gerhard Ziegler: „Gemieden wie die Pest wurde auch das Hamburger Tropeninstitut, Forschungsstätte von Weltrang“, ferner „Das Hamburger Tropeninstitut jedoch hat bis zu dem Tage, an dem dieser Bericht geschrieben wurde, zu dem Geheimnis der grünen Affen geschwiegen“.

Beide Behauptungen sind unrichtig. Bereits am 22. August wurde das Hamburger Tropeninstitut aus Marburg und am 23. August aus Frankfurt telephonisch über die ersten Erkrankungen unterrichtet und um Hilfe gebeten. Am 24. August wurden histologische Präparate der ersten Todesfälle aus Frankfurt zur Beurteilung übersandt. Das Ergebnis wurde am 26. August in Frankfurt durch Herrn Medizinaldirektor Dr. Heuss der Presse übermittelt. Am 25. und 28. August war der Leiter der Klinischen Abteilung, Professor Dr. W. Mohr, als Consilarius in Marburg. Am 28. August wurden histologische Präparate der ersten Todesfälle aus Marburg zur Beurteilung übersandt.

Es trifft also nicht zu, daß die Frankfurter und Marburger Ärzte das Hamburger Tropeninstitut außer acht gelassen und nur „fremde“ Sachverständige konsultiert haben.

Professor Dr. H.-H. Schumacher,

Bernhard-Nocht-Institut