Wirtschaft

Turbine statt Diesel

Lastkraftwagen interessant weiden Diese Voraussage machte Dr Hans Moll, Voi Standsmitglied der MAN f

Kein Geld aus Kairo

Afrika ;Motto stand das erste normale Gesch tftsiahr der Banque Africame de Developpement (Afrikanis

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DIE ZEIT

Das kommandierte Wirtschaftswunder

Vor einem Jahr war schon einmal ein Kanzler von seinem Urlaubsort nach Bonn geeilt, um „wie ein Löwe“ für die Sanierung der Bundesfinanzen zu streiten: Ludwig Erhard scheiterte damals schon in der ersten Kabinettssitzung – und so begann im September die letzte Phase des Zerfalls seiner Regierung.

Richtermoral in Sachen Ehe

Der Bundesgerichtshof jedoch hob dieses Urteil auf. Sobald die Richter in Karlsruhe über eine Ehescheidungssache zu befinden haben, betrachten sie sich als die Hüter einer christlichen Moral, die vor fast hundert Jahren in den Motiven zum Bürgerlichen Gesetzbuch ihren Niederschlag fand: „Im Eherecht darf nicht das Prinzip der individuellen Freiheit herrschen, sondern die Ehe ist als eine von dem Willen der Eheleute unabhängige sittliche und rechtliche Ordnung anzusehen.

Schummel im Dschungel

Die vietnamesische Wahlfarce ist beendet. Gesiegt haben die Militärs. Das war keine Überraschung, ebensowenig wie es nicht Verwundern konnte, daß sich die amerikanische Kontrollkommission, die der wendige Johnson unter innenpolitischem Druck nach Vietnam geschickt hatte, am Ort der Handlung nicht anders ausnahm als eine Ausflugsgesellschaft demokratischer Laienprediger.

Verschlissenes Vokabular

Die Ouvertüre war auf Dur gestimmt. Noch vor dem Berliner „Tag der Heimat 1967“ hatten sich die Vertriebenen mit Bischof Scharf, dem Verfechter der sogenannten Ostdenkschrift, ausgesöhnt.

Werber in Warschau

Das königliche Schloß von Wilanow, der Todesblock von Auschwitz und das von Polen wiedererbaute Danzig – dies sind Stationen der zweiten Reise Präsident de Gaulles nach Osteuropa, die er jetzt in Warschau begonnen hat.

ZEITSPIEGEL

„Er verkörpert die deutsche Kultur, die etwas Betuliches und das Deutsche, das einen besonderen Ruf in der Welt hat. Er macht das mit Sprachgewandtheit und mit gutem Auftreten und mit einer gewissen Sex-Ausstrahlung.

Gegen den Willen des Chefs

Wer feierlich ist, ist auch feierbar. Der Chefredakteurder ZEIT ist ganz unfeierlich. Hat er sich doch unlängst und gegen den Rat wohlmeinender Kollegen nicht gescheut, eine breitere Öffentlichkeit wissen zu lassen, daß diese Zeitung nunmehr von einem Vorbestraften geleitet wird (zwei Wochen Gefängnis wegen Trunkenheit am Steuer).

"Ist doch egal, was passiert"

Mit einem flotten Hut in der Hand und freundlich lächelnd war ein Herr in mittleren Jahren an der Spitze einer kleinen Marschgruppe durch Godesberg gezogen.

Amerikas Präsident auf der „Talsohle“

Die Amerikaner haben den Labor Day und damit den Abschluß der dreimonatigen Schul- und Universitätsferien hinter sich; am Wochenanfang sind sie zu Millionen vom Strand, aus dem Gebirge oder von einer Überseereise nach Hause geströmt.

Bomben – und kein Ende

Ich glaube nicht, daß irgend jemand den Einsatz von Atomwaffen von Herzen wünschen würde. Doch der letzte in der Welt, der wissen sollte, daß wir sie nicht anwenden wollen, ist der Feind.

Nasser bläst den Krieg ab

Die antiamerikanischen Plakate in den Straßen Khartums paßten zu den markigen Worten vom „Kampf bis zum Sieg“, die zu Beginn der Konferenz der arabischen Staatschefs im Sitzungssaal gebraucht wurden.

Dorn im Fleisch Israels?

Miß Caroline, die spröde Dame im Pressebüro der israelischen Armee zu Tel Aviv, stellt den Passierschein innerhalb von Minuten aus.

Ideologen an die Front

Vor wenigen Tagen hat das sowjetische Zentralkomitee einen Beschluß veröffentlicht, der den gespreizten Titel trägt: „Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gesellschaftswissenschaften und zur Erhöhung ihrer Rolle beim kommunistischen Aufbau.

Wolfgang Ebert:: Wahlsieg

„Nein. Aber wenn Thieu–Ky 99 Prozent aller Stimmen bekommen hätten, würden dann nicht manche glauben, es sei dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen.

Das Schweigen um Gerhard Schröder

Heute, da der erkrankte Verteidigungsminister auf Genesung hoffen darf, kann die Groteske wohl erwähnt werden: Am Taxistand neben dem Pressehaus in Hamburg waren die Fahrer überzeugt, mit dieser Krankheit stimme etwas nicht.

Scheel auf Platz Nummer zwei

Einen Führungswechsel in der FDP wird es nun wahrscheinlich doch nicht geben. Die letzten Erklärungen des Parteivorsitzenden Mende und seines Rivalen Walter Scheel legen den Schluß nahe, daß es im Januar auf dem nächsten Parteitag der Liberalen keinen Kampf um die Parteiführung geben wird.

Die Affäre um einen Botschafter

Ausgerechnet im SPD-freundlichen Schweden erlitt der sozialdemokratische Außenminister Willy Brandt eine diplomatische Panne: Schwedische Zeitungen entlarvten dendeutschen Botschafter in Stockholm, Gustav von Schmoller, als ehemaligen Mitarbeiter in der Zentrale des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, einst Chef des Reichssicherheitshauptamtes und "Reichsprotektor" von Böhmen und Mähren.

50 Bombenziele gesperrt

Ein Unterausschuß des amerikanischen Senats hat Präsident Johnson aufgefordert, die Docks im Hafen von Haiphong für Bombardierungen freizugeben.

Namen der Woche

Konstantin Kollias, griechischer Ministerpräsident, hat den skandinavischen Ländern mit dem Abbruch der Handelsbeziehungen gedroht, falls sie ihre „feindselige Haltung“ gegenüber dem griechischen Militärregime nicht aufgeben.

Wehrdörfer am Jordan?

Als „Kriegserklärung ohne scharfe Schüsse“ beurteilte die israelische Regierung das Ergebnis der arabischen Gipfelkonferenz.

Noch ein Modell: Berlin als dritter Staat

Der Regierende Bürgermeister, Heinrich Albertz, rüstet sich. Am 14. September soll er den Berliner Abgeordneten in einer Sondersitzung des Parlaments Rede und Antwort stehen.

Araber beenden den Ölboykott

Zusammengekommen waren in der sudanesischen Hauptstadt Khartum die arabischen Staatschefs mit der erklärten Absicht: „Die Folgen der israelischen Aggression rückgängig zu machen.

Analphabeten mit 59 Stimmzetteln

Als „einen großen Schritt vorwärts“ feierte die Regierung in Washington den Ausgang der südvietnamesischen Präsidentschafts- und Senatswahlen.

Der Tod der Ilse Koch

Während des Krieges war sie nur wenigen bekannt, danach machte sie Schlagzeilen: Ilse Koch, bekannt als „Kommandeuse von Buchenwald“, berüchtigt als Quälerin und Totschlägerin von KZ-Häftlingen.

Von Zeit zu Zeit

Sofia nahm der dänische Premierminister Jens Otto Krag die Bundesrepublik Deutschland gegen Verdächtigungen in Schutz. Die Sowjetunion sagte aus Solidarität mit der DDR ihre Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse ab.

Irrtum eines Kardinals

Als im März 1938 Adolf Hitler nach Wien kam, proklamierte der österreichische Episkopat mit Kardinal Theodor Innitzer an der Spitze das Bekenntnis zum Deutschen Reich als „selbstverständliche nationale Pflicht“, deren Erfüllung „allen gläubigen Christen“ aufgetragen wurde.

Kirche neben Hitler

Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte bei der Katholischen Akademie in Bayern – Bände A 3 und A 4 (beide Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz): „Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten 1933–1943“, I.

Pius und die Polen

„Le Saint Siege et la Situation religieuse en Pologne et dans les Pays Baltes 1939–1945. Actes et documents du Saint Siege relatifs à la Seconde Guerre Mondiale“; herausg.

Prinz Willem liebt das Vergnügen

Der eben getaufte Sohn der holländischen Kronprinzessin soll einmal "etwas Stechendes im Blick" haben, und seiner Schönheit wird "etwas Diabolisches anhaften".

Das Beil des Gesetzes

Der Arm der griechischen Militärregierung reicht weit in die Bundesrepublik, sogar in deutsche Arbeitsämter. In 21 Arbeitsämtern sitzen Mitglieder einer griechischen Kommission, die keiner deutschen Behörde verantwortlich sind.

Doch gefragt

In seinem Artikel „Hilferuf an Tropenärzte – Rätselhafte Infektion durch ‚grüne Affen‘“ in der letzten Ausgabe der ZEIT schreibt Gerhard Ziegler: „Gemieden wie die Pest wurde auch das Hamburger Tropeninstitut, Forschungsstätte von Weltrang“, ferner „Das Hamburger Tropeninstitut jedoch hat bis zu dem Tage, an dem dieser Bericht geschrieben wurde, zu dem Geheimnis der grünen Affen geschwiegen“.

Feier mit Max Brauer

Max Brauer, von 1946 bis 1953 und von 1957 bis 1960 Hamburgs Erster Bürgermeister, wurde achtzig Jahre alt. Die Hansestadt ehrte seinen Ehrenbürger durch eine zweistündige Gratulationscour der Bürger im Bürgermeistersaal des Rathauses.

Die Betten werden nicht kalt

Ruhpolding hat 6393 ständige Einwohner, eine Brillenfabrik, 14 Sägewerke, 52 Wirtschaften und Hotels, sieben Nachtbars, fünf Kirchen, acht Andenkengeschäfte, fünf Taxis, viel oberbayrische Gebirgslandschaft und einen Bahnhof mit zwei Bahnsteigen und vier Abstellgleisen, hinter dem alle Schienen enden.

Um Grzimeks Robben-Babys

Vor zwei Jahren, da steckte der Frankfurter Zoodirektor Professor Bernhard Grzimek noch zurück. Zu Anfang des Jahres 1965 beugte er sich der Forderung der deutschen Pelzwirtschaft und des Kürschnerhandwerks und versicherte, er werde in Zukunft nicht mehr behaupten, daß sich Frauen, die Mäntel aus Fellen der Raubkatzen tragen, der Begünstigung und der Hehlerei schuldig machen könnten.

Zum Lachen traurig

Die Verlage der DDR werden also tatsächlich der Frankfurter Buchmesse fernbleiben. Wer einen Widerruf ihrer Entscheidung erwartet hatte, verkennt, daß eine Frage – hier war es die der Zulassung oder Nichtzulassung der „namensgleichen“ Verlage –, auch wenn sie jahrelang nicht besonders ernst genommen wurde, in dem Moment, da sie zu einer Prestigeangelegenheit befördert wird, nie wieder in ihre alte Unwichtigkeit zurückfallen kann.

Fernsehen: Szenischer Bericht

Eine Reihe von Schauspielern wienerte munter drauflos, Fettwanst und Schmierhans tranken ihren Kapuziner und Schwarzen, der Kriminalkommissar, pardon, Kommissär, zeigte sein Kleinbürgerzimmer, man chargierte im Josefstadt-Stil – doch plötzlich erstarrte der Rauch vor dem Mund, die Gestikulierenden wurden zu Puppen, mitten im Armschwung versteinten die Redner, ein Sprecher trat vor und sagte: „So etwa mag es gewesen sein, damals am 24.

Günter Grass:: Offener Brief

mich erreichte heute ein in der Sunday Times veröffentlichter Hilferuf tschechischer Künstler und Wissenschaftler. Die Namen der über dreihundert Manifestanten wurden, um ihre persönliche Sicherheit nicht zu gefährden, der Öffentlichkeit vorläufig vorenthalten.

Der politische Literat

Ilja Ehrenburg ist tot, Ehrenburg, der weit über die Grenzen der Sowjetunion hinaus bekannte Journalist, Publizist und Autor zahlreicher Romane, die sich einst auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreuten und die heute nahezu unbekannt sind; Autor einer Novelle, deren Titel „Tauwetter“ viele im Munde führen, ohne zu wissen, wem sie das Schlagwort verdanken; Autor heiß debattierter Memoiren, die ihn noch einmal in den Mittelpunkt des Interesses rückten; ein Autor, dessen ganzes Werk mehr oder weniger autobiographisch ist.

Wozu und zu welchem Ende studiert man Deutsch? Als Deutscher, der es ja eigentlich schon kann? Als Ausländer, der es ja doch nie so gut lernen wird wie ein Deutschen: Germanistik im Widerspruch

Als der Berliner Altgermanist Professor Dr. Peter Wapnewski vor zwei Wochen dafür plädierte, seinem Fach Rang und Würde zurückzugewinnen, indem man es aus der Rolle eines Zubringersfür Deutsch-Lehrer erlöst, konnten ihn auch die präzisesten Formulierungen nicht davor bewahren, mißverstanden zu werden.

Plädoyer für den Krieg

Der Krieg ist eine soziologische Erscheinung. Eine alte, unabänderliche Sitte. Mit ihr verteidigen die Völker ihre höchsten Güter wie Heimat, Vaterland, Volk ohne Raum.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Nicht von ungefähr hört man das Stück so selten. Einmal ist das Streichquartett-Repertoire unendlich viel reichhaltiger, als daß sich Liebhaber wie Professionals auf die karge Literatur für Streichtrio beschränken möchten; vor allem aber sind die sechs Sätze selbst für Berufsmusiker eine der am härtesten zu knackenden Nüsse der Kammermusik.

ZEITMOSAIK

Einen Antrag auf Wiederaufnahme der Hexenprozesse, im Verlauf derer im 17. Jahrhundert in Bamberg Hunderte von Personen gefoltert und hingerichtet wurden, stellte der Bamberger Gärtner Adam Leumer beim dortigen Landgericht.

FILMTIPS

„Tätowierung“, von Johannes Schaaf. Die Geschichte eines Fürsorgezöglings, der aus dem Regen in die Traufe kommt: aus der Anstalt zu fürsorglichen Pflegeeltern.

Diffamierung und Selbstdiffamierung

Das war Tells Geschoß, Herr Schmied hat es weder geschmiedet noch abgeschossen, sondern nur in den Briefkasten derjenigen Zeitung geworfen, deren Feuilletonredakteur Angriffe gegen Haftmann und Nay zu gern abdruckt.

Unsinn im Briefkasten

Was ist das: Es ist nicht abgeschossen worden und liegt im Briefkasten. Antwort: Das ist Teils Geschoß. Diesen gewaltigen Unsinn verdanken wir einer „geistig sinnlichen Setzung“ von Wortarabesken, getan oder richtiger: gesetzt von Prof.

Kampf der Moderne

Es begann mit dem Vorwort zu einem Kunstkatalog. Die Geleitworte, die Professor Werner Haftmann, der Autor des Standardwerkes über „Malerei im 20.

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