Die Arbeiter gehen, die Leistung steigt weiter. Unter dem Druck billiger Importe mußte die deutsche Textilindustrie den technischen Fortschritt forciert einführen. Von Jahr zu Jahr wurden deshalb Arbeitskräfte entlassen und der Kapitaleinsatz gesteigert. Nur die Einführung automatischer Produktionseinrichtungen sichert den mit hohen Arbeitskosten belasteten deutschen Spinnereien und Webereien die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Erzeugnissen aus den übrigen europäischen Ländern, dem Ostblock und den sogenannten Niedrigpreisländern, wie Japan, Hongkong oder Indien. Die Bundesrepublik hat seit Jahren einen erheblichen Einfuhrüberschuß bei Garnen, Geweben und Textilien. 1966 standen bei Fertigwaren den Importen im Wert von fast sechs Milliarden Mark Exporte für nur rund 3,9 Milliarden Mark gegenüber.