Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle empfing vor seiner Reise nach Polen den deutschen Botschafter Manfred Hauptstadt Klaiber. In der bulgarischen

Sofia nahm der dänische Premierminister Jens Otto Krag die Bundesrepublik Deutschland gegen Verdächtigungen in Schutz. Die Sowjetunion sagte aus Solidarität mit der DDR ihre Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse ab. Unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung wurde der Schriftsteller llja Ehrenburg in Moskau zu Grabe getragen. In einem von etwa 300 tschechoslowakischen Intellektuellen unterschriebenen Dokument wurde die westliche Welt um Hilfe gebeten beim Kampf um die Geistesfreiheit. Die Sicherheitsbehörden des Landes Niederösterreich verstärkten die Patrouillen an der Grenze zur Tschechoslowakei.

Saigon – Peking

Bei den Präsidentschaftswahlen in Vietnam erhielten die zivilen Kandidaten zusammen mehr Stimmen als die erfolgreichen Militärbewerber Nguyen Van Thieu und sein Stellvertreter Nguyen Cao Ky. Unter der rot-blauen Vietcong-Fahne wurde in der Frankfurter Universität die 22. Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes abgehalten. Der chinesische Ministerpräsident Tschu En-lai erließ ein Aktivitätsverbot für die Roten Garden. Das chinesische Rote Kreuz erklärte seinen Austritt aus dem Verband des Internationalen Roten Kreuzes.

Strafen und Drohungen

In Griechenland wurden 39 hohe Offiziere zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Zur Widerlegung von Gerüchten über Folterungen stellte das Militärregime in Athen den Komponisten Mikis Theodorakis der Presse vor. Ein Militärgericht in Athen verhängte in politischen Prozessen wegen subversiver Umtriebe“ harte Freiheitsstrafen. Die griechische Militärjunta drohte den skandinavischen Ländern wegen feindseliger Akte mit dem Abbruch der Handelsbeziehungen. Das griechische Konsulat in Nürnberg wurde durch einen nach polizeilicher Vermutung aus politischen Gründen gelegten Brand zerstört.

Blut und Öl