Sehr sehenswert:

Tätowierung“, von Johannes Schaaf. Ein junger deutscher Film, der erste seines nicht mehr ganz jungen Regisseurs. Wenn man so will, die Beschreibung eines Generationskonflikts: Schaaf ergreift dabei die Partei des Jungen, der sich auflehnt, aber als Erzähler identifiziert er sich eher mit den Eltern, die an dem Jungen scheitern, weil sie hilflos ein Spiel weiterspielen, aus dem der Junge längst ausgestiegen ist.

Sehenswert:

„Paras – Goldraub in der Luft“, von Pierre Schoendoerffer, dem es offenbar die Landsknechttypen unserer Tage angetan haben. Hier schildert er eine kriminelle Aktion ehemaliger Algerien-Kämpfer, die nicht in das Zivilleben zurückfinden können. Man kann den Film jedoch gegen seine Intention sehen, genau wie Schoendoerffers kürzlich vom Deutschen Fernsehen gesendete Vietnam-Reportage, denn die Landsknechte haben es ihm zwar angetan, aber er zeigt sie auch – das reicht.

Ferner läuft:

„Man lebt nur zweimal“, von Harry Saltzmans 007-Team. In dem Maße, in dem die Vorlagen Flemings dürftiger werden, steigen die Anstrengungen seiner Verfilmer um die tollste Kino-Show aller Zeiten. Und sie machen Fortschritte – richtig lustig ist allerdings auch der fünfte James-Bond-Film noch nicht.

Zusammengestellt und kommentiert von Enno Patalas und Uwe Nettelbeck. Aufgenommen in diese Liste werden möglichst viele Filme jeweils in der Woche ihrer bundesrepublikanischen Erstaufführung. Erfahrungsgemäß ergeben sich dabei immer einige unvorhergesehene Verschiebungen. Die Liste wird jede Woche ergänzt, wir versuchen aber, wichtige Filme, die nur langsam durch die Städte und Kinos zirkulieren, so lange wie vertretbar in ihr zu halten, um diesen Ratschlag für Kinogänger auch für mittlere und kleinere Orte sinnvoll zu machen.