Eine mittelgroße Firma macht ihren Arbeitnehmern alljährlich zum Geburtstag ein kleines Geschenk. Um den Mitarbeitern nichts Überflüssiges zu schenken, durften sie sich ihr Geschenk selbst aussuchen. Deshalb erhielten die leitenden Angestellten die Möglichkeit, in bestimmten Geschäften Porzellan oder Tabakwaren für 25 Mark zu kaufen, während alle anderen Arbeitnehmer 10 Mark bar erhielten. Das Finanzamt erblickte in diesen Aufmerksamkeiten der Firma lohnsteuerpflichtige Zuwendungen, besonders weil die Geschenke jedes Jahr gewährt wurden. Das Finanzgericht Düsseldorf hat dem widersprochen (Urteil vom 20. 7. 66, II 36-39/65 L in EFG 1967 Seite 66).

Geschenke von so geringem Wert zum Geburtstag oder zum Namenstag der Arbeitnehmer sind Gelegenheitsgeschenke und unterliegen nicht der Lohnsteuer – auch wenn sie sich in jedem Jahr wiederholen.