Von Wolfram Siebeck

Es war einmal ein junger Mann, der hieß Hans und las sieben Jahre lang alle Inserate der Automobilindustrie. "Was ist Autofahren für ein schönes Ding!" dachte er bei sich, "da sitzt einer wie auf einem Stuhle, stößt sich an keinem Stein, spart die Schuhe und kommt fort, er weiß nicht wie."

Wie nun die Zeit um war, gewann er im Lotto und kaufte sich einen großen Buick. Damit fuhr er stolz und vorsichtig durch die Stadt. Als er aber eine Parklücke suchte, waren sie alle zu kurz. Ach, seufzte er, hätte ich doch einen kleineren Wagen!

Kaum hatte er das gedacht, stand ein Autoverkäufer neben ihm und sprach: "Weißt du was, wir wollen tauschen. Ich gebe dir einen Opel Kapitän und nehme deinen Buick in Zahlung!" "Gott lohn euch eure Freundschaft!" antwortete Hans, setzte sich in den Opel und fuhr auf die Autobahn. Wie ihn aber ein Gran Tourismo überholte, dachte er, ach, hätte ich doch auch so ein schnelles Auto!

Sogleich stand ein Autoverkäufer neben ihm und bot ihm einen Glas 1700 GT für seinen Opel. Hans willigte mit tausend Freuden ein.

Wie er kurz darauf in der Werkstatt stand, dachte er: "Ach, könnte ich doch jetzt gemütlich herumfahren!" Da war auch schon ein Autoverkäufer zur Stelle und tauschte seinen Glas gegen einen Ford. Nun fuhr Hans zufrieden übers Land, bis ihm gegen Abend das Bodenblech durchrostete. Ach, dachte er, hätte ich doch ein solides ausländisches Auto! Da sprang ein Autoverkäufer herbei und nahm den Ford für einen Volvo in Zahlung.

Voller Freude ließ Hans den Motor an; doch auf der Suche nach dem nächsten Ersatzteillager ging ihm der Sprit aus. "Ach", dachte er da, "hätte ich doch ein Auto wie alle anderen!" Geschwind gab ihm der nächste Autoverkäufer für seinen Volvo einen Volkswagen.