Wirtschaft

Amtsfehler

TCniem Steuerpflichtigen war jahrelang eine JL J Steuervergünstigung irrtümlich gewährt worden. In einer vorläufigen Veranlagung des Steuerpflichtigen war dieser Fehler noch enthalten, er wurde erst bei der endgültigen Veranlagung beseitigt.

Jagd auf den Volkswagen

äs poweria ce strebt einem Höhepunkt entgegen, das "Wettrennen der Motorkraftprotze um die Gunst des Autokäufers. Anfang dieser Woche hat Opel eine neue Mannschaft ins Rennen geschickt, als Auftakt zur 43.

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DIE ZEIT

Deutsche Zukunft – zu zweit?

Ganz gewiß ist Zabrze, das alte Hindenburg, nicht die „schlesischste aller schlesischen Städte“, schon gar nicht die polnischste aller polnischen, Und die Behauptung, daß Danzig auf bemerkenswerte Weise polnisch sei, beweist gleichfalls, daß Charles de Gaulle, wenn ihn das rednerische Pathos überkommt, die geschichtlichen Tatsachen so lange biegt, bricht oder beiseiteschiebt, bis sie seine Visionen nicht mehr stören.

Die kopflose FDP

Solange es die Große Koalition gibt und das Wahlrecht nicht verändert wird, ist die FDP nicht umzubringen – es sei denn, sie besorgt es selber.

ZEITSPIEGEL

„Wir sind Studentenbewegung, und wir sind sozialistisch in dem Maße, in dem wir die politische Bewegung in der Tendenz einer gesellschaftlichen Entwicklung sind, deren Herrschaftsapparat mit so differenzierten und selbst der Systemopposition sich anpassenden Repressions- und Ausbeutungsmechanismen arbeitet, daß wir die Widersprüche dieser gesellschaftlichen Entwicklung zu subjektiv unrealisierbaren und damit objektiv realisierten Konflikten emporheben können, und wenn wir selbst mit sich ständig verändernden und kontrollierenden Methoden arbeiten.

Reicht es nur zum Happening?

Der „Es-de-es“ ist zum Nachtmahr geworden für alle Symbolfiguren des bundesrepublikanischen Establishment von Albertz über Lücke bis zu Springer.

Mißvergnügen an Wilson

Wenn Tatsachen zählen, dann ist Harold Wilsons Politik in eine Sackgasse geraten: Mit dem EWG-Beitritt geht es nicht voran, in Rhodesien sitzt das Regime Ian Smith immer noch fest im Sattel, in Aden droht eine Explosion, die Ruhe in Hongkong ist trügerisch.

Limes im Dschungel

Wenn ein Vietcong im Dschungel schwitzt, verdunstet er wie jeder Zweibeiner Spuren von Ammoniak. Hochempfindliche Geruchsensoren, in amerikanischen Waffenlaboratorien entwickelt, reagieren darauf und lösen einen Alarm aus.

Wirrwarr in Aden

Paradoxer Bürgerkrieg: Ägypten, England und Saudi-Arabien haben das Nachsehen

Versuchung zum Mißbrauch

Warum haben wir aber überhaupt einen Fall Springer? Weil die geltenden Gesetze nicht ausreichen, marktbeherrschende Tendenzen auf dem Gebiete des Druckes und des Vertriebs von Zeitungen und Zeitschriften rechtzeitig zu unterbinden.

Für die Unehelichen

Am 5. September hat das Bundeskabinett einstimmig den von Bundesjustizminister Heinemann vorgelegten Gesetzesentwurf zur Reform des Unehelichen-Rechtes gebilligt.

Zum Streit um das Meinungsmonopol:: Ein Stopp für Großverleger?

Franz Josef Strauß lud sie ein, setzte sie an einen Tisch, ließ sie die Hände reichen und sich versöhnen. Axel Springer wand sich zwar, aber Professor Holzamer, Chef des Mainzer Fernsehens, war’s zufrieden und ließ sich in einem Brief des Hamburger Verlegers bestätigen, daß dieser es bedaure und mißbillige, „wenn bei den vor längerer Zeit gegenüber Ihrer Anstalt geführten Recherchen auf unserer Seite Fehler unterlaufen sind“.

Wer kommandiert...

Wer hatte – um die offizielle und pathetische Formel des Grundgesetzes zu gebrauchen – die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte, als Bundesverteidigungsminister Schröder eine „Herzrhythmusstörung, verbunden mit Zuständen der Bewußtlosigkeit“ erlitt? In der Geschäftsordnung der Bundesregierung heißt es: „Ist ein Bundesminister verhindert, so wird er in der Regierung durch den dazu bestimmten Bundesminister, als Leiter einer obersten Bundesbehörde durch den Staatssekretär vertreten.

Streit um Hammer und Zirkel

Willi Daume, der Präsident des Deutschen Sportbundes, hat keine Schlacht, er hat nur ein Scharmützel gewonnen. Auch mit der jüngsten Sporterklärung der Bundesregierung ist die wichtigste Entscheidung noch nicht gefallen: Was geschieht mit Ulbrichts „Spalterflagge“ und seiner Becher-Hymne bei internationalen Sportveranstaltungen auf westdeutschem Boden? Bonn ist zwar stolz darauf, daß 1972 die Olympischen Spiele in München stattfinden.

Die Konferenz der „Gehirne“

Im Sommer 1944, fast am gleichen Tage, als die Reaktoren und Isotopentrennungsanlagen des riesigen amerikanischen Rüstungslaboratoriums Oak Ridge die ersten winzigen Mengen atomaren Sprengstoffs lieferten, wurde einem der dort arbeitenden jungen Forscher der erste Sohn geboren.

Italienische Nato-Müdigkeit

In Italien steht seit einigen Wochen die NATO zur Debatte. Anscheinend unvermittelt, in Wirklichkeit aber angeregt durch die taktischen Richtlinien des kommunistischen Rumpfkonzils von Karlsbad und innenpolitisch motiviert durch den demnächst beginnenden italienischen Wahlkampf hat die KPI dieses Thema während der politischen Flaute des Sommers geschickt lanciert.

Führungskrise in der FDP

Nach acht Jahren beschloß Erich Mende vorige Woche, sein unbesoldetes Ehrenamt als Vorsitzender der FDP zu quittieren, um eine gutdotierte Stellung bei der amerikanischen Investmentgesellschaft IOS anzutreten.

Elektro-Zaun für Vietnam

Der Plan ist nicht neu. Die Amerikaner hatten bereits im April dieses Jahres eine zehn Kilometer lange Bresche in den Dschungel geschlagen, um sich an der entmilitarisierten Zone freies Schußfeld zu verschaffen.

Wolken am OAU-Gipfel

Heiße Eisen wurden auf der vierten Gipfelkonferenz der Organisation für afrikanische Einheit (OAU) nicht angefaßt. Die Staatspräsidenten, Premierminister und Minister der 38 OAU-Staaten (mit Ausnahme Malawis), die sich zu Beginn dieser Woche in Kinshasa/Kongo versammelten, klammerten alles aus, was die Eintracht der Konferenz hätte sprengen können: den Krieg zwischen Nigeria und Biafra, die Söldner im Kongo, den Nahost-Konflikt und den Fall Tschombé.

-- Von ZEIT zu ZEIT --

Auf seiner Polenreise sprach sich Charles de Gaulle für eine Beibehaltung der Oder-Neiße-Grenze und für eine von den Deutschen herbeizuführende Wiedervereinigung aus.

Mifrifi im Bundestag

Das Ausmaß der Zustimmung, mit der die Abgeordneten der Bonner Regierungskoalition zum Schluß der Bundestagssondersitzung gegen die Stimmen der FDP die mittelfristige Finanzplanung und das zweite Konjunkturprogramm billigten, läßt die großen Bedenken nicht erkennen, mit denen viele CDU- und SPD-Abgeordnete den Einzelheiten dieser Regierungsvorhaben gegenüberstehen.

Namen der Woche

Farah Dibah, 28 Jahre, wurde durch einen verfassungsändernden Beschluß des iranischen Parlaments ermächtigt, im Falle des Todes ihres Mannes, Schah Mohammed Reza Pahlewi, 48 Jahre, die Regentschaft bis zur Volljährigkeit des sechsjährigen Kronprinzen Reza Cyrus Ali, zu übernehmen.

DDR oder Mitteldeutschland?

Bücher, die ein sachliches Verständnis für die DDR bewirken sollen, gibt es mittlerweile eine ganze Menge...................

Kriegsbericht aus erster Hand

Am 23. Dezember 1966 kam Harrison Salisbury, stellvertretender Chefredakteur der „New York Times“, nach Hanoi, der Hauptstadt von Nordvietnam.

Der Faschismus und die Gesellschaft

Otto Bauer, Herbert Marcuse, Arthur Rosenberg u. a.: Faschismus und Kapitalismus. Theorien über die sozialen Ursprünge und die Funktion des Faschismus.

Kein Wort von Auschwitz

Juristen-Jahrbuch. Unter Mitarbeit des Deutschen Juristentages, des Deutschen Richterbundes, des Deutschen Anwaltvereins, der Bundesnotarkammer und der Angehörigen der juristischen Fakultäten und der Justizministerien, hrsg.

Was darf die Polizei?

Dieses Buch hätte man dem Berliner Polizeipräsidenten als Lektüre vor dem Schah-Besuch gewünscht. Leider ist es erst erschienen, als Benno Ohnesorg schon tot war.

Das Erwachen am 2. Juni

Knut Nevermann: Der 2. Juni 1967. Studenten zwischen Notstand und Demokratie – Dokumente zu den Ereignissen anläßlich des Schah-Besuchs.

Künstler leben gefährlich

Ein Kabarettist namens Horst Nowack konferierte anläßlich der Boots- und Campingmesse in den Messehallen am Berliner Funkturm.

Vorn ins Herz

Der bayerische Justizminister Philipp Held (CSU) hat die Aktendeckel über der Bernauer Erschießungsaffäre – zwei Häftlinge wurden vor rund sechs Wochen auf der Flucht erschossen – zugeklappt.

Ein paar Tropfen...

Auf dem Boden seiner Zelle habe er gelegen, nach Luft ringend habe man ihn morgens in der Früh dort vorgefunden, den türkischen Gastarbeiter Huesnue Akguen, einen Arzt habe man herbeigerufen, doch dieser habe nur noch den Tod des Untersuchungshäftlings feststellen können.

Buh-Rufe vor dem Tod

Sie steckten ihn gefesselt zu einem Zwangsbac in die Wanne, aus der sie ihn mit einer klaffenden Kopfwunde abtransportierten.

Wildwest links vom Rhein

Die Beteiligten haben dieses Bild selbst geprägt: Wildwest liegt links vom Rhein. Und der vielbesungene Wein wird kaum noch, wie seit urdenklichen Zeiten, nur von ehrsamen Winzern vertrieben, sondern von Gruppen, die ihre Geschäftsmethoden gelegentlich von den berüchtigten Syndikaten aus der amerikanischen Frühgeschichte übernommen haben sollen.

Annettchen macht’s schneller

Was ihm als Sohn des Regierenden Bürgermeisters von Berlin nie passiert wäre, muß er als Sproß des Außenministers nun mit Fassung tragen.

Pavel Kohout:: An Günter Grass

das Dokument, das „Manifest der tschechoslowakischen Schriftsteller, Wissenschaftler und Künstler“ heißt, betrifft zufälligerweise ebenso mich wie Sie.

Für einen Jugendtraum kämpfen

1. Frage: Ende Juni zogen Sie auf dem 4. Schriftstellerkongreß Parallelen zwischen der Haltung Hitler-Deutschlands gegenüber der Tschechoslowakei im Jahre 1938 und der Haltung der arabischen Staaten gegenüber Israel.

Tschechoslowakisches Manifest- ein Hilferuf oder eine Fälschung?

Die Londoner Sunday Times erschütterte am 3. September die intellektuelle Welt des Westens mit dem Abdruck eines von 329 tschechoslowakischen Schriftstellern, Künstlern, Film- und Fernseh-Leuten, Wissenschaftlern, Publizisten und anderen Intellektuellen unterzeichneten Manifests, einem Hilferuf, der den Beistand der Solidarität gegen den Terror eines kommunistischen Staates suchte.

Vorwiegend rot

Nach Leipzig der Bücher wegen: Alljährlich zweimal wird Goethes „Klein-Paris“ eine für DDR-Verhältnisse offene Stadt. Der Passierschein ist überflüssig, Autos sind zugelassen, an der Grenze verkauft eine liebenswürdige Dame jedem, der ihn haben will, den grünen Messeausweis um 16 Mark.

ZEITMOSAIK

Rolf Hochhuths neues Stück, „Die Soldaten“, wird in England nun möglicherweise doch nicht zu sehen sein. Im Sommer hatte die Aufsichtsbehörde des National Theatre die Aufführung untersagt; sein Leiter, Sir Laurence Olivier, und sein Dramaturg, Kenneth Tynan, wollten das Drama daraufhin im Januar auf eigene Kappe in einem anderen Haus herausbringen.

Große Geiger unserer Zeit (IV): Problem mit Violine

Die Schwierigkeiten beginnen bereits bei der Entscheidung darüber, wo das Schwergewicht liegen soll: bei dem pausbäckigen Knaben, der wie kein anderer die Bezeichnung Wunderkind verdiente, weil er künstlerische Leistungen vollbrachte, die vorher oder nachher von keinem anderen Geiger erreicht wurden; bei dem mit den Reifungskrisen kämpfenden Manne, der mit sich selbst einen verzweifelten Kampf um die Bewahrung seiner virtuosen Fähigkeiten und vor allem um seine künstlerische Potenz führte; oder bei dem Fünfzigjährigen, dessen Antlitz zuweilen ein Schimmer des Asketischen durchleuchtet und in dem die vergangenen Kämpfe und gegenwärtigen Verkrampfungen Spuren hinterlassen haben, die nur mit Ehrfurcht und Erschütterung registriert werden können.

Aktuelles

Am 7. September, abends gegen 19.15 Uhr, zeigte ein renommierter deutscher Mann der erstaunten Öffentlichkeit einen Berufswechsel an: Dem Amte nach Politiker, im Hoffnungstraum ein Lehrstuhlinhaber, sagte der Oppositionsführer und Habilitand Erich Mende der Rostra und dem Katheder Valet, tauschte den Lorbeer gegen den Dollar, ging Bruder Erhards Weg und ließ sich küren zum Chef einer Investmentgesellschaft: IOS ist ihr Name, Investors Overseas Services; die hat eine deutsche Tochtergruppe, deren Verwaltungsrat einen strebsam-honorigen Mann brauchen konnte.

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