Um des Touristen Bart

Der Deutsche Reisebüro-Verband warnt bärtige Touristen vor Reisen in den Ostblock. Nicht wegen des Bartes, da sollen nur die Griechen empfindlich sein, vielmehr wegen der Übereinstimmung mit dem Paßbild. Wer bärtig gen Osten reist, während auf dem Paßbild ein glattes Kinn leuchtet, der wird seinen Bart am Grenzübergang scheren müssen. Wer auf dem Paßbild einen Bart hat, aber in Wirklichkeit nicht, dem wird die Einreise verweigert. Wer nun ohne Bart und mit dem richtigen Paßbild einreist, sich auf der Fortsetzung seiner Reise jedoch einen Bart wachsen läßt, der ist bei der Ausreise verdächtig (Paßfälschung!). Doch hier hilft wieder die Schere. Was geschieht jedoch, wenn ein Bärtiger mit entsprechendem Paßbild einreist, sich im sozialistischen Gastland den Bart scheren läßt und bei der Ausreise ohne Bart dasteht?

Luftiger Blumengruß

Einen Blumengruß an Freunde und Verwandte empfiehlt die Lufthansa ihren Gästen auf Flügen von Deutschland nach New York. Stewardessen verteilen an Bord farbige Prospekte mit Bestellformularen. Zur Auswahl stehen Rosen, Nelken, Chrysanthemen und Frauenschuh-Orchideen. Allerdings wird der Blumengruß den Empfänger erst erreichen, wenn der Fluggast längst wieder auf der Erde ist. Vier Tage kann es dauern. Preis: 20 bis 40 Mark.

Queen Mary wird Museum

Die Amerikaner haben den Stolz der Engländer, das 80 OOO-Tonnen-Luxusschiff „Queen Mary“, vor dem Schrottplatz bewahrt. Die Bürger von Long Beach (Kalifornien) überboten die Metallhändler und werden die Queen nach ihrer letzten Reise endgültig an die Kette legen: Sie wollen das Schiff als Kongreßhalle und Seefahrtsmuseum benutzen.

„Queen Mary“ wird Ende Oktober zu ihrer letzten Reise auslaufen. Die Kreuzfahrt wird über einen Monat dauern und soll von Southampton nach Cherbourg, Lissabon, Las Palmas, Rio de Janeiro, Chile, Peru, Panama und Acapulco führen. 1000 Passagiere werden erwartet.